Die Charaktererstellung im LARP – ein vielfältiges Thema…

Ich treffe oft auf Menschen, die entweder

a) mit dem LARPen beginnen wollen oder

b) sich gerne einen neuen Charakter zulegen wollen.

Doch genau hier stoßen sie meist auf ein großes Hindernis: Die Charaktererstellung.
Entweder man hat zu viele Ideen oder eben gar keine konkrete Vorstellung.
Deshalb würde ich hier gerne einige Möglichkeiten zur Verfügung stellen, mit denen die Charaktererstellung einfacher wird.

Anfangen sollte jeder, indem er für einen Moment in sich geht und sich die folgenden drei Fragen stellt:

1. Worauf habe ich Lust?

Die wohl wichtigste Frage, denn was bringt es, einen Soldaten zu spielen, wenn man lieber einen Barden darstellen würde. Ganz klare Sache.
Schreibe Dir alles auf, worauf Du Lust hast. Egal, wie schwammig es erst einmal ist. Sei es Beruf, Rasse oder Klasse. “Kämpfer” geht zum Beispiel auch.
Es geht hier nur darum, eine grobe Richtung zu bestimmen.

2. Was kann ich darstellen?

Die unter 1. erstellte Liste lässt sich hier also nochmal verwenden. Du streichst jetzt am besten alles durch, was Du nicht darstellen kannst.
Ein Beispiel: Breitschultriger, bärtiger Mann sollte nicht unbedingt einen Elfen spielen.
Oder große, zierliche Frau nicht unbedingt Zwergin.
Auch sollte man bei den Berufen des Charakters überlegen, ob das alles so funktioniert.
Bist Du beispielsweise eher ungeschickt im Umgang mit Flammen bzw. tollpatschig, so ist Alchemist eine eher gefährliche Profession für Deinen neuen Charakter.

3. Was brauche ich?

Nun solltest Du eine Liste mit möglichen Charakteren (Klassen, Rassen, Berufen,…) vorliegen haben. Du könntest Dir jetzt aufschreiben, was genau Du Dir darunter vorstellst. Hier eignen sich Stichpunkte sehr gut.

Ein Beispiel:

Waldläufer:
– Pfeil und Bogen
– grün und braun
– festes Schuhwerk
– versteckt

So kannst Du Dir Deine eigene Vorstellung des Charakters niederschreiben und hast am Ende eine grobe Übersicht was Du für welche Rolle bräuchtest.

Außerdem wichtig…

Fang klein(!) an! Nicht als Großmeister, König oder Ritter.

Du kannst Dir aufschreiben, wo du einmal hin willst, doch es ist immer einfacher (und besser darzustellen), wenn Du statt als Ritter erst einmal als Knappe startest.

So kannst Du nämlich von Rittern lernen, wie man sich als Ritter zu geben hat.
Und außerdem brauchst Du für den Anfang nicht so viel Zeug auf einmal zu kaufen.
Es reicht dann, ein bisschen was zu haben. Und mit der Entwicklung Deines Charakters kann sich auch die Ausrüstung entwickeln.

(Abgesehen davon macht es viel mehr Spaß, wenn der Charakter sich immer noch weiter entwickeln kann – ein fertiger Charakter macht irgendwann keine Freude mehr).

Bist Du damit fertig, dann kannst Du Dich für einen der verbleibenden Charakter-Möglichkeiten entscheiden und loslegen!

Hier hilft auch ein Charakter-Fragebogen ganz gut, um sich über den eigenen Charakter, sein Leben, Vergangenheit und Zukunft Gedanken zu machen.

Einen neuen Charakter zu erstellen ist etwas magisches. Für mich ist es so, als würde ich mir ein neues “Ich” erschaffen. 


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