Nach einem spannenden Schmiedekurs in Solingen entschieden wir uns, spontan beim Phönixnest vorbeizuschauen. Die vergangenen LARP-Veranstaltungen haben gezeigt, dass ich mit Anastasya im Optimalfall auch noch Wunden nähen lernen sollte. So entstand die Idee, auf dem Phönixnest einfach Runa zu fragen. Als längere gute Freundin und vor allem begabte Heilerin war sie sicher die richtige Person, die Anastasya die Grundlagen beibringen konnte – hoffentlich.

Gelände

Wie schon oft erwähnt finde ich das Phönixnest-Gelände wirklich toll. Es ist schön versteckt im Wald, sieht hübsch aus und hat im Prinzip alles, was man für einen schönen Tavernen-Abend braucht.

Ich liebe auch den umliegenden Wald, der zwar durch die allseits wütenden Borkenkäfer-Eskalation ziemlich gelitten hat, aber immer noch hübsch aussieht. Auf der Wiese gegenüber grasen ein paar Alpakas, die ich beim Umziehen gerne beobachtet habe.

Auf dem Gelände gibt es mehrere Hütten – was das Ganze wie ein kleines Dorf aussehen lässt. Es gibt allerlei Getränke (sogar alkoholfreies Bier – das haben viele Tavernen leider nicht) und man kann sich in der hinteren Nische an den Tisch setzen und in Ruhe essen und trinken.

Oben gibt es auch eine weitere Hütte, vor oder in die man sich ebenfalls setzen kann.

Alles in allem gefällt mir das Gelände sehr gut. Und da es so weit ab von jeglicher Wohngegend ist, fühlt man sich auch entsprechend ungestört. Ich mags sehr.

Plot

Obwohl wir diesmal nur 10 Personen waren (Spielleitung eingerechnet), gab es was zu tun. Das gefällt mir sehr, weil wir als Spieler dann nicht dazu neigen, nur in einer Ecke zu sitzen und zu essen und/oder zu trinken.

Diesmal ging der Plot direkt um eine unserer Mitspielerinnen – um Runa. Von Anfang an wirkte sie unruhig, lief herum und spielte mit ihrem Dolch. Zudem war sie allein unterwegs – auch ein seltener Anblick.

Sie berichtete von Kopfschmerzen, die sie allerdings schon seit längerem hatte. Außerdem war sie nicht sicher, ob es so klug gewesen war, allein vom Orden wegzugehen. Irgendwann stand sie auf und lief umher, währenddessen spielte sie mit ihrem Skalpell herum.

Auch John schien das nun aufzufallen und er sprach uns darauf an. Ich als Anastasya versuchte, ihr das Skalpell abzunehmen – mit mäßigem Erfolg. Sie wollte es mir nicht geben, aber immerhin einigten wir uns darauf, dass sie es wegpackt.

So weit, so gut. Trotzdem mussten wir etwas tun.
Sie erzählte uns von den roten Augen, die sie vor einiger Zeit im Wald gesehen hatte. Es ging um vorherige Erlebnisse beim Phönixnest, aber da wir in letzter Zeit nur unregelmäßig dort waren, wussten wir nicht genau, was sie meinte.

Trotzdem gingen wir zu der Stelle, an der sie die Augen gesehen hatte. Und auf einmal hinter mir ein Schrei. Runa und der nette Magier (schon wieder den Namen vergessen, sorry) lagen am Boden. Magier verletzt. Runa hatte ihn also vermutlich angegriffen.

So konnte ich mit Anastasya zum ersten Mal eine Wunde nähen – unter Anleitung von Runa, die von der Aktion noch völlig zittrig war.

Dadurch kam dann der Entschluss, dass wir definitiv etwas mit Runa machen mussten, um ihr zu helfen – sie erinnerte sich auch nicht daran, den Magier verletzt zu haben.

Mit gesammelten Kräften wurde dann das Siegel auf dem Gelände gefunden und der Name des Dämons (?) zusammengesetzt. Anschließend das Ritual, bei dem ich helfen konnte, mit Runen den Dämon in ein Gefäß zu versiegeln.

Magiedarstellung macht mir immer großen Spaß und so war ich ganz zufrieden mit allem.
Runa hat wirklich toll gespielt!

Nebenplot – Anastasya und die Nordmänner

Und wie es das Schicksal so will, hab‘ ich mich als Anastasya schon wieder mit einem Nordmann angelegt. Irgendwie scheine ich dafür ein Händchen zu haben… Und das nur, weil er dachte, dass Tahn ein Christ ist (was wir nicht sicher wissen, weil er ja nur sagt, dass er Tahn ist. Und ein Kreuzritter ist noch lange kein Christ).

Jedenfalls bekam ich ein Gespräch mit, das ungefähr so klang „Du kannst ihn nicht einfach meucheln, fordere ihn wenigstens zum Kampf heraus.“
Ich wusste nicht, worum es ging und dachte mir nichts weiter dabei, bis eben jener Mann vor uns stand und Tahn zum Kampf herausforderte.
Tja, was sollte ich dazu sagen. Eben noch hatte ich mich über einen Gleichgesinnten (Odin, yay!) gefreut, schon musste ich mich mit ihm anlegen.

Ich sagte ihm, dass ich dagegen sei, erklärte ihm die Sache mit Tahn und Odin (seine Aufgabe an Anastasya ist es ja, Tahn nach Hause zu meiner Frau zu bringen und nein, das hab ich mir nicht ausgedacht, denn das ist IT beim Runenlegen zufällig rausgekommen). Daraufhin meinte er, dass er es sich überlegen würde, wiederkäme und mir die Antwort dann nicht gefallen würde. Eine klare Drohung also.

Also lädt Anastasya das Schutzamulett von Tahn neu auf und lässt den Mann nicht mehr aus den Augen – aber daraus wurde dann doch nichts, weil er vorzeitig heimgefahren ist. Vielleicht beim nächsten Mal.

Das soll keineswegs falsch rüberkommen – ich mag Konfliktspiel. Es ist nur frustrierend, dass mir das immer mit Anastasya und Nordmännern passiert, die ja eigentlich die gleichen Götter verehren und im Normalfall wunderbar Geschichten darüber austauschen können. Na ja, man kann nicht alles haben.

Mitspieler

Obwohl wir so wenige waren, hat es mega viel Spaß gemacht! Das Ritual war total toll und auch die Füchsin mit ihrem Marktstand hat toll zur Stimmung beigetragen. Ich habe ein paar Sachen gekauft, die ich für meine Magie nutzen kann. Deine Ideen waren echt toll!
Und eins meiner Highlights war auch, dass Du bei Deiner Magie japanisch gesprochen hast. Ich fühlte mich wie im Anime – sehr cool.

Runa hat – wie schon beschrieben – ihren Zustand großartig ausgespielt. Man hat Dir echt ansehen können, wie Du daran gelitten hast!
Schön, dass wir es am Ende „geschafft“ haben und es Dir nun besser geht.

Spielleitung

Organisieren, Aufbauen, Spielleiter sein und auch noch als eine Art NSC mitwirken – das alles in einer Person zu stemmen schafft auch nur Rene.

Danke, dass Du das alles auf Dich nimmst, damit wir etwas Großartiges erleben können.
Ich hoffe, dass Du zukünftig die Unterstützung erhältst, die Du benötigst, und vor allem auch verdient hast. Leider können wir Dir nicht regelmäßig helfen, weil wir es nicht immer zum Phönixnest schaffen werden…

Riesen Respekt und ein großes Dankeschön an Dich an dieser Stelle – Du machst das gut!

Stimmung

Für eine so kleine Truppe war die Stimmung super. Es hat Spaß gemacht, war nicht langweilig und jeder hatte auf seine Weise etwas zu tun.

Danke an alle, die dort waren!

Auf ein baldiges Wiedersehen. 😊

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1 Kommentar

Ami · 10.05.2022 um 18:48

Sehr schöne Zusammenfassung <3 das Anastasia aber auch immer Streit sucht…. :p

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