Meine letzte „richtige“ Con ist nun schon über ein Jahr her. Doch mit mehr und mehr geimpften Personen und stetig sinkenden Inzidenzen kann es bald wohl wieder losgehen.

Für mich fühlt es sich unfassbar unwirklich an. Ich kann kaum glauben, dass wir bald wieder LARPen können und weiß nicht, wie schwierig der Wiedereinstieg für mich sein wird.

LARP-Entzug

Das Jahr ohne LARP hat mir gezeigt, wie wichtig mir dieses Hobby eigentlich ist. Ich vermisse die Action, das „in eine Rolle schlüpfen“ und vor allem die tollen Menschen. Jetzt, wo es hoffentlich langsam wieder losgeht, freue ich mich so sehr darauf!

Ich glaube, es tut auch ganz gut, nicht mehr nur „meine“ Rolle zu spielen. Die Abwechslung mit Anastasya, Maladi oder den unzähligen NSCs, die ich gespielt habe, ich einfach schön. Es ist erfrischend und anders.

Für mich persönlich war die Zeit ohne LARP sehr schlimm, weil immer etwas gefehlt hat. Es hat sich einfach nicht vollständig angefühlt. Wenn ich überlege, wie viel Zeit ich mit LARP verbracht habe (auch abseits von den eigentlichen Veranstaltungen), ergibt es aber durchaus Sinn.

Ich hoffe auch, dass die Motivation, etwas für das Hobby zu basteln oder zu schreiben wieder steigt, wenn mehr Veranstaltungen stattfinden. Im Moment ist mir auch egal, ob es nur im kleinen Kreis geschieht. Hauptsache, ich kann mal wieder in eine Rolle schlüpfen und spielen.

Mini-LARPs mit Corona-Test

Die Twilight-Orga ist mit gutem Beispiel vorangegangen und hat eine LARP-Con auf der Burg Bilstein veranstaltet. Dabei wurde die Teilnehmeranzahl reduziert, sodass die Sicherheit des Einzelnen gewährleistet wird.
Das finde ich großartig und hatte eigentlich auch große Lust, mitzumachen, allerdings konnte ich mir nicht vorstellen, mit Maske zu LARPen.

Versteht mich nicht falsch, das hat nichts mit Faulheit oder fehlender Freiheit zu tun, ich kann nur nicht in meine Rolle schlüpfen, wenn mir Corona durch die Masken so bewusst im Hinterkopf bleibt. Zusätzlich wird durch das Abstand halten auch das Spiel erschwert und gerade als Heiler stelle ich mir das kompliziert vor.
Aber ich finde es toll, dass die Cons unter gewissen Bedingungen wieder stattfinden können. Das gibt mir Hoffnung und Kraft, noch etwas durchzuhalten.

Dazu kommt, dass ja zumindest im kleinen Kreis und mit Corona-Schnelltests ein paar Mini-LARPs oder Ambiente-Wanderungen draußen möglich sein werden. Auch das würde mir schon reichen.

Wiedereinstieg und Selbstfindung

Ich freue mich riesig und bin mega aufgeregt, wieder zu LARPen. Allerdings kommt eine große Portion Nervosität und Angst dazu, weil es so lange her ist. Ich frage mich, ob ich das überhaupt noch kann.
Der Wiedereinstieg wird sicher nicht leicht werden. Aber vielleicht ist das auch nur eine unbegründete Sorge. Vielleicht trete ich als Anastasya auf den Platz und bin sofort wieder im „Nord-Russin“-Modus. Das wäre wundervoll.

Immerhin habe ich in den letzten Tagen etwas an Anastasyas Outfit verändert und Aspekte verbessert, die mich schon seit einiger Zeit stören. Wahrscheinlich hilft mir das auch, sie in Zukunft noch besser zu spielen.

Interessant ist übrigens auch, dass mir LARP bei der Selbstfindung hilft.
Es mag etwas persönlichkeitsgestört klingen, aber ich komme besser mit mir als „Kimi“ aus, wenn ich ab und zu mal Jemand anderes sein kann. Und wenn es nur für ein Wochenende so ist.
Mir hilft es ungemein, meine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und diese irgendwie als anderer Charakter aufzuarbeiten.
Wenn ich etwas spiele, was ich von Natur aus eher weniger auslebe, gibt mir das eine gewisse Ausgeglichenheit.
Keine Ahnung, ob das psychologisch einen Sinn ergibt, aber für mich ist es sehr hilfreich.
Wahrscheinlich kann LARP eine unfassbar gute Therapie sein 😉

Erste Con-Termine

Ganz frisch kamen jetzt allerdings ein paar Termine zu neuen Cons der Twilight-Orga für die Herbst-/Winterzeit an den Tag. Darunter auch eine Vampir-Con, die mich natürlich total interessiert. Tomb of Darkness fand ich damals schon so toll. Unglaublich, dass das schon so lang her ist!

Die Termine auf der Webseite der Twilight-Orga

Wenn alles gut läuft, könnten wir zu „In Cold Blood“ als NSC-Gruppe… Das wäre super! Erfahrung als NSC-Vampir habe ich ja schon 😉

Oh, die Klischees 😉

Was bleibt ist die Vorfreude, dieses tolle Hobby endlich wieder ausüben zu können. Ich bin total glücklich über die aktuellen Entwicklungen und freue mich auf den Wiedereinstieg.

Wie ist es bei euch? Und worauf freut ihr euch am meisten?

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