Worum geht es?

Um einen Charakter besser kennenzulernen, muss man sich mit ihm auseinandersetzen.
Eine befreundete LARPerin hat mal gesagt: „Manchmal muss man einfach mal mit seinem Charakter Kaffee trinken gehen.“
Oder eben einfach eine Art „Date“ führen.

Und genau das möchte ich mit diesem Projekt machen. Die Charaktere treffen auf einen Erzähler (beispielsweise in einer Taverne) und quatschen miteinander… Dabei werden vom Erzähler natürlich einige Fragen gestellt.
Für jeden Charakter werde ich einen anderen Block Fragen nutzen, damit es spannend bleibt.

Möchtest auch du, dass ich mit deinem Charakter „einen Kaffee trinke“?
Dann schreib mir einfach!


Hektisch laufe ich über die Wege der Stadt bis zur Taverne.
Heute ist dort nämlich ein neuer Gast – und offenbar ein ganz besonderer dazu!
Ich schaue auf den Zettel mit den Fragen. Da steht „König Yaya“ als Name. Also werde ich tatsächlich mit einem echten König sprechen?

Ich bin nervös… und zu spät. Wahrscheinlich wird er schon dort sein. Ist es klug, einen König warten zu lassen? Vermutlich nicht.

Ich öffne die Tür zur Taverne und… Irgendwas ist anders als sonst.
Die übrigen Besucher der Taverne sind irgendwie wesentlich aufgeregter und neugieriger als sonst. Sie starren irgendwohin, scheinen etwas zu beobachten.
Das muss ich wissen!

Ich folge ihren Blicken und schaue um die Ecke…
Dort sitzen drei Personen an einem Tisch und ich wundere mich, dass sich der Holztisch bei der Last der Speisen und Getränke, die auf ihm stehen nicht durchbiegt.
Die meisten dieser Speisen habe ich noch nie zuvor gesehen.

Die drei Personen sitzen nebeneinander und die Person in der Mitte wird von den beiden außen sitzenden Personen gefüttert.
Das Ganze gibt ein wirklich seltsames Bild ab.
Ich werfe einen Blick auf meinen Zettel und vergleiche die Zeichnung – ja, das muss dieser König sein.

Er wirkt sehr groß und trägt eher weite Kleidung.
Allerdings habe ich eine so edle Gewandung noch nie zuvor gesehen. Schwarze und weiße Stoffe, sogar mit Gold verziert… Sehr beeindruckend!
Allerdings wirkt er irgendwie müde… Ich sehe, dass seine Augen beinahe geschlossen sind. Hatte er eine lange Reise hierher?

Ich mustere die Personen, die neben ihm sitzen. Eine davon ist eine Frau mit bunter Kleidung… Und trotz dieser Kleidung wirkt sie irgendwie eher… Nackt? Das heißt – sie trägt nicht viel Kleidung. Oder der Stoff wirkt durchsichtig. Ich bin mir nicht sicher, aber ich sehe viel von ihrer Haut. Vielleicht zu viel? Ich weiß nicht genau, was ich davon halten soll.
Aber sie ist offenbar die Begleitung des Königs, also werde ich es einfach so hinnehmen.
Bei der anderen Person neben dem König handelt es sich um einen Mann, der allerdings auch nicht viel mehr Kleidung trägt… Im Gegenteil, er sitzt nur in einer Hose dort. Ich werde rot als ich ihn so anschaue. Das würde sich hier niemand trauen…

Die anderen Gäste der Taverne glotzen neugierig zum Tisch und ich kann es gar nicht glauben. So ein Verhalten habe ich bei ihnen noch nie zuvor erlebt!?
Aber diese ganzen Speisen machen auch mich neugierig… So viele exotisch aussehende Früchte. Die meisten Speisen habe ich noch nie in meinem Leben gesehen. Es muss ein sehr reicher Mann sein.
Hat er die Speisen etwa alle mitgebracht… Mitbringen lassen?

Ich merke, dass ich total nervös bin. Meine Hände zittern.
„K-König Yaya, richtig?“, frage ich. Auch meine Stimme zittert. Na toll.
Ich hebe den Blick und sehe den Mann an.

„Ja, das bin ich.“, erwidert er. „Kommst du wegen der Orgie und möchtest du vielleicht was essen? Deine Unschuld erregt mich. Setz dich doch bitte.“
Er spricht sehr langsam und beinahe emotionslos.
Ich hingegen merke, wie ich schlagartig rot werde. Was soll das denn heißen? Ist das… bei Königen normal? Dürfen die sich so etwas erlauben?!

„Nein… Äh… Ich… Also. Ich…“, stottere ich und wedle mit meinem Zettel. „Ich habe hier Fragen… Die… Äh… Die würde ich Euch gerne stellen… Also… Wenn Ihr möchtet.“
Ich merke, wie mein Gesicht noch weiter rot wird.

Jetzt fängt die halbnackte Frau an zu sprechen.
„Ihr wagt es, König Yaya Euren Körper zu verwehren?! Ihr wisst gar nicht, was Ihr verpasst, er ist-„
Sie wird von dem König durch eine Handbewegung unterbrochen.
Die Dame verstummt wieder und richtet ihre Aufmerksamkeit dem Hals des Königs. Ich spüre das dringende Verlangen, den Blick abzuwenden.
„Wenn Euch das Sinnesfreuden bereitet, beantworte ich jede Frage, die Ihr habt.“, erwidert König Yaya nun.
Es wirkt zwar etwas seltsam, aber es freut mich.

„Äh.“, erwidere ich und bin mir immer noch nicht sicher, was ich von der Frau halten soll. „A-Also… Wenn Euch das Recht ist.“, füge ich schnell noch hinzu. Ich habe das Gefühl, fehl am Platze zu sein… Und ich fühle mich beobachtet.
Als ich mich umschaue, bestätigt sich mein Gefühl – die anderen Gäste der Taverne schauen immer noch zum Tisch… Sie scheinen großen Spaß daran zu haben, zuzuhören und zuzuschauen.

„Ja, es ist mir recht. Ich verbreite gerne Freude unter den Menschen. Setzt Euch, nehmt Euch, was Ihr mögt und fragt.“
Ich schaue ihn an und nicke.
„Habt Dank!“
Dann setze ich mich auf den Holzstuhl, der ihm gegenüber steht.
Ich schaue zum Zettel und hoffe, dass die erste Frage eine gute Frage ist.
Normalerweise würde ich ihm etwas zu trinken anbieten, doch offensichtlich hat er selbst mehr als genug von allem.
„Sagt… Habt Ihr so etwas wie eine Lieblingsspeise?„, stelle ich die erste Frage und schaue sofort zu den ganzen Tellern, die auf dem Tisch vor mir stehen.
Vielleicht ist da ja seine Lieblingsspeise bei…

„Nein.“, lautet seine Antwort und sie überrascht mich. „Ich konsumiere viel Wüstenrose, aber nur, um anderes Essen mehr zu genießen. Auf eine Speise würde ich mich da nicht festlegen, aber am meisten genieße ich, etwas Neues zu essen. Also ist meine Lieblingsspeise die, die ich noch nicht gegessen habe.“
Ich versuche, das Gesagte aufzuschreiben. Eine seltsame Antwort, aber irgendwie plausibel… Glaube ich zumindest.
„Verstehe.“, erwidere ich, bin mir aber nicht sicher, ob ich wirklich verstanden habe. Was ist überhaupt Wüstenrose?
„Ist das bei Getränken genauso oder habt Ihr auch ein Lieblingsgetränk?“, setze ich die Frage fort.

„Das ist bei allem so. Essen, trinken, riechen, hören, fühlen oder sehen.“, erwidert er. Das verstehe ich nicht.
„Und… Was ist Wüstenrose?“, frage ich weiter. Ich werde rot. Es ist seltsam, weil ich mit diesem Begriff gar nichts verbinde. Ich weiß ungefähr, was eine Wüste ist und ich weiß auch, was eine Rose ist. Aber zusammen?

Jetzt schaut mich die Frau neben König Yaya an.
„Die Wüstenrose ist das Geschenk, was unser großartiger König dem Land gemacht hat.“, antwortet sie mir. „Sein Opfer hat uns den Segen der Götter gebracht.“
Sie klingt total schwärmerisch.
König Yaya nickt zustimmend.
„Ja, sie kommt von den Göttern.“

König Yaya holt etwas aus einer Tasche und hält es mir hin.
Seltsames Pulver… In weiß?
„Wenn Ihr möchtet, probiert mal.“, bietet er mir jetzt an.
Ich halte das allerdings für keine gute Idee.
„Äh. Was genau ist das denn?“, frage ich nochmal nach. Ich glaube, ich traue mich nicht, das zu probieren. Immerhin kenne ich diesen Mann nicht einmal wirklich. Ich sollte ihm nicht blindlings vertrauen.

„Es ist eine Knolle, die selten in Wüsten zu finden ist. Nur, wenn das Land gesegnet wurde. Die Knolle wird getrocknet und zu diesem Pulver gemahlen. Sie wird Eure Sinne verstärken. Ihr werdet besser hören, riechen, sehen, schmecken und fühlen. Alles wird intensiver.“, erklärt der König mir. „Aber keine Angst, nur für eine kurze Zeit.“

Bevor ich antworten kann, beugt er sich auf einmal vor und beginnt zu schnüffeln. Wieso? Stinke ich etwa?
„Ihr seid Mensch, da reicht eine kleine Prise.“, stellt er auf einmal fest.
Ich starre ihn an.
Er hat gerochen, dass ich ein Mensch bin? Wie? Woran? Wie riechen Menschen? Heißt das etwa, dass er kein Mensch ist? Ich bin so verwirrt!

„Äh… Intensiver?“, frage ich verwirrt. „Das… Heißt… Ihr seid kein Mensch?“
Ich komme mir total seltsam vor.
Was an ihm ist denn unmenschlich? Ich erkenne keinen Unterschied. Aber genau das ist mir auch schon bei diesen Elfen wirklich schwer gefallen… Wer kommt auch darauf, sich die Ohren so genau anzusehen?!

„Ihr müsst keine Angst haben, ich würde nie etwas tun, was die Sinnesfreuden eines anderen schmälern würde.“, sagt er. „Jedenfalls nie wissentlich. Ob ich ein Mensch bin hängt davon ab, wie weit Ihr dieses Wort fasst. Ich würde immer sagen, dass ich ein Mensch bin. Aber es gibt ja auch Gruppierungen, die schon sagen man wäre kein Mensch, weil man zaubern kann. Ich habe nur festgestellt, dass Ihr einer seid.“, antwortet er mir.
Die Frau neben ihm wirkt auf einmal total beleidigt, aber sagt nichts. Irgendetwas scheint ihr nicht zu gefallen.

„Die Wüstenrose ist nichts Böses. Ihr werdet durch sie keine Schmerzen haben. Ihr werdet aber – falls Ihr Schmerzen habt – auch diese stärker fühlen. Aber verursachen wird die Rose keine.“, fügt er noch hinzu.
Dann stellt er die Phiole mit dem Pulver vor mich und lehnt sich etwas zurück.
„Bitte habt keine Angst, es ist gegen das Gesetz meines Königreichs, jemandem etwas anzutun was er nicht will. Nehmt die Rose oder nicht, lasst Euch Zeit und genießt die Zeit bei uns mit Euren Fragen.“

Ich starre die Phiole an.
„Äh… Habt Dank. Ich… Werde es mir überlegen.“, sage ich.
Ich weiß, dass ich mit den Fragen weitermachen sollte, also werfe ich einen Blick auf meinen Zettel.
„Gut… Also keine richtige Lieblingsspeise und kein Lieblingsgetränk.“, fasse ich die Antwort zusammen.
„Und… Äh… Wie seid Ihr König geworden?
Ich merke, wie ich beim Aussprechen dieser Frage wieder rot werde.

„Oh, ich denke so, wie das jeder König irgendwann gemacht hat.“, erwidert er. Seine Hand bewegt sich zu der Frau und wieder will ich den Blick am liebsten abwenden. Was ist hier nur los?
„Ich wollte wissen, wie es ist, König zu sein, denn ich möchte alles mal probiert haben – also auch König sein.“, erklärt er. „Also habe ich mich etwas erkundigt und festgestellt: Ich brauche Land, eine Fahne, Gefolge und einen Adelsbrief. Ich ging also in die Wüste und erklärte dieses Land zu einem. Jeder, der etwas dagegen hatte, sollte sich melden. Bis heute kam niemand. Eine Fahne steckte ich in die Mitte und schrieb noch dort meinen Adelsbrief. Mein Gefolge kam nach und nach und jeder erkennt mich als König an und ist absolut freiwillig bei mir… Nicht wie in anderen Länder, wo eine Geburt über so etwas entscheidet.“

Die Frau bewegt sich etwas und schaut mich an.
„Also wenn das hier etwas ist, was auch andere zu hören bekommen, dann lasse ich nicht zu, dass nur Ihr sprecht.“, sagt sie und schaut beim Sprechen wieder zu ihrem König. Ich verstehe nicht, was sie sagt.
„Mein König, bitte erlaubt es mir, Euch zu wecken. Es würde mir sehr viel Freude bereiten.“

Der König nickt und auf einmal gibt die Frau ihrem König eine Ohrfeige. Ich kann gar nicht glauben, was ich da sehe… Dabei habe ich doch noch gar keinen Holunderwein getrunken!

Bei der einen Ohrfeige bleibt es aber nicht, ganz im Gegenteil! Sie schlägt fester zu und irgendwie verhält sich der Mann seltsam… Die Schläge scheinen ihm nicht weh zu tun… Und auf einmal richtet er sich auf. Er wirkt plötzlich überhaupt nicht mehr müde. Hat sie ihn wach geschlagen? Ich verstehe es nicht.

Auf einmal fängt er an zu lachen, aber es klingt nicht wie ein belustigtes Lachen, sondern beinahe böse.
„Fürchtet Euch nicht.“, spricht er dann. „Warum fragt Ihr? Weil ich nun hier bin.“
Ich bin verwirrt.
„Mein König, diese Dame möchte Euch Fragen stellen.“, erklärt die Frau ihm. Aber er war doch vorhin dabei? Ich verstehe gar nichts mehr.

„Dann sprich. Ich, König Yaya, werde dir alles beantworten, was du wünschst. Du, Jüngling neben mir, hör auf mich zu liebkosen, geh raus und suche zwei bis drei Männer, die sich gleich mit mir im Kampf messen wollen. Es ist bald Zeit für mein Gebet.“, fordert er den Mann neben sich auf. Dann schaut er mich wieder an.
Er wirkt vollkommen verändert.

„Ist… Ist alles in Ordnung mit Euch?“, frage ich verwirrt. Mich wundert, dass die beiden, die ihn begleiten, vollkommen gleichgültig reagieren. Es scheint sie überhaupt nicht zu verwirren, dass Ihr König auf einmal so anders ist.

„Natürlich ist alles in Ordnung. Ich bin doch hier. Ihr habt Fragen an mich, also stellt sie. Ich möchte gleich etwas kämpfen.“, erklärt er mir und spannt dabei seine Muskeln an. Erst jetzt fällt mir auf, dass er stark wirkt.
Aber… Kämpfen? Habt ich mich etwa verhört?
„Kämpfen… Hier?“, frage ich deshalb und starre ihn an.
Ich schaue mich um und bemerke, dass die Gäste um uns herum ganz langsam mit ihren Stühlen an ihre eigentlichen Plätze zurückrücken. Haben sie etwa Angst bekommen?
„Äh… Also.“, ich schaue auf meinen Zettel, aber das Thema lässt mich nicht los. „Äh… Wo habt Ihr das Kämpfen gelernt?

„Natürlich kämpfen.“, erwidert König Yaya und lächelt mich an. „Es ist meine heilige Pflicht, meine Kraft und Ausdauer zu testen. Gegen ehrenhafte Gegner. Jeder, der mag und sich traut darf sich mir stellen.“
Seine Worte richtet er mehr an die Taverne als an mich, aber natürlich meldet sich keiner. Warum auch?
„Das Kämpfen habe ich durchs Leben gelernt. Es gab nicht einen Ausbilder. Es war jede Schlacht, jedes Duell und jeder Krieg, der meine Fähigkeiten verfeinert hat. Mein Wille, das Königreich und meine Untertanen zu beschützen treibt mich dabei an.“, erklärt er und ich schreibe fleißig auf.
„Zum Glück hatten wir auch unseren ersten Krieg im Land. So konnten wir alle den Göttern dienen.“

„Ah, das heißt, dass Ihr sehr viel gekämpft habt…? Aber… Es kommt nicht immer und überall zu Kämpfen… Ist das Euren Göttern wichtig? Und wo wir gerade beim Thema sind… Was für Götter verehrt Ihr?„, stelle ich die nächste Frage. Eine wirklich gute Überleitung!

Wieder lacht der König auf und schaut mich an. Er wirkt eigentlich ganz nett.
„Ob ich viel kämpfe muss wohl jeder selbst entscheiden, aber ich habe noch niemals einen Kampf ausgelassen, kein Duell abgelehnt und eine Schlacht, die ich gesehen habe umgangen. Ich bete – mal mehr, mal weniger – zu vier verschiedenen Göttern und einem ist das Kämpfen sehr wichtig. Er lehrt uns, das es nichts Reineres und Ehrenvolleres gibt. In meinem Heimatland nennt man ihn den achten Monat, den roten Stier, den Herren des Schlachtfeldes. Aber die meisten kennen ihn eher als Khorne, einen der vier Chaos Götter.“, erklärt er mir. „Die anderen Götter kämpfen auch, aber nicht ansatzweise mit so viel Hingabe. Denen ist das nicht so wichtig.“

„Also… vier verschiedene Götter?“, frage ich. „Wie heißen die anderen?“
Ich schaue mich nochmal um und bemerke, dass die Gäste mittlerweile alle zu ihren eigenen Tischen zurückgekehrt sind und so tun, als wäre alles wie immer.

„Also der jüngste Gott ist Slaanesh. Er ist der Gott der Sinnesfreuden, der Hingabe und Leidenschaft. Nurgle ist der gütige Vater. Er liebt alles Leben in all seinen Formen, aber er ist auch für den Tod und vor allem jede Stufe dazwischen verantwortlich. Tzeentch ist der Gott des Wissens und der Weisheit. Er blickt in die Zukunft und versucht das bestmögliche herbeizuführen. Das Problem ist, dass er auch der Gott der Lügen ist, so muss man immer aufpassen, was für eine Zukunft er zeigt. Wenn ich recht bedenke, ist gerade Tzeentch ein Gott, der Euch gefallen könnte. Ihr scheint sehr wissbegierig zu sein.“

Ich versuche, ihm zu folgen und all das aufzuschreiben. Nurgle kommt mir bekannt vor. Nur woher?
Ich denke darüber nach, dann fällt es mir wieder ein.
„Ich… Ich glaube ich habe von diesem… Diesem Nurgle schon gehört.“, sage ich. „Aber ich glaube Sommer und Erick haben nur ihn verehrt. Geht das auch? Ihr seid ja offenbar Anhänger von allen Vier?“
Ich schaue ihn an. „Hm… Ich weiß nicht. Wie entscheidet man sich für einen Gott?“, frage ich dann noch. Tzeentch also… Das sagt mir gar nichts.
„Die Leute hier verehren normalerweise keinen Gott… Glaube ich.“, füge ich noch hinzu, bin mir aber auf einmal gar nicht mehr so sicher.

Er lacht wieder.
„Sommer und Erick kenne ich. Sie sind wahrlich gesegnete Nurgle-Anhänger. Die Chaosgötter haben untereinander auch Krieg. Es ist sehr selten, dass man alle vier anbetet. Meist betet man einen an und bekämpft die anderen, aber manchmal arbeitet man auch zusammen, um ein Ziel zu erreichen.“, erklärt er. „Dass man von allen vier Göttern gesegnet wird und ‚Geschenke‘ bekommt ist sehr selten. Besonders so schwache Wesen wie Menschen verkraften das nur selten. Ihr Körper oder Geist geht meist kaputt bevor sie diese Geschenke entfalten können.“
Er streckt seine Hand in die Luft und erhebt seinen Zeigefinger.
Ich schaue kurz in seine Augen und schrecke zurück, weil sie rot aufglühen.
Auf einmal bildet sich auf seiner Fingerspitze eine faustgroße Feuerkugel. Es wird sehr warm. Ich rutsche mit dem Stuhl zurück. Feuer?! Wirklich?? Das… Kann doch nicht sein! Erschrocken starre ich den Mann an. Was… Was macht er da?! Und wie?
„Ich bin wie gesagt ein Mensch.“, sagt er. „Aber auch die Krone der Schöpfung und wenn Jemand die Geschenke der Götter verkraftet dann bin ich es.“
Er dreht seine Hand wieder nach unten, daraufhin verschwindet die Flamme. Es wird wieder kühler. Angenehm. Trotzdem starre ich ihn immer noch erschrocken an.

Auch die Frau, die neben ihm sitzt, schaut ihn mit großen Augen an, aber sie lächelt dabei.
„Ich liebe euch, Yaya. Ihr seid noch so viel mehr als die Krone der Schöpfung. Bitte bleibt für immer so.“, spricht sie leise und seufzt. Der König scheint sich wieder entspannt zu haben… Aber ich nicht.
Ich bin überrascht, weil er Sommer und Erick kennt. Aber noch viel mehr überrascht mich diese Flamme und das Feuer in seinen Augen…

„Also…seid Ihr ein Mensch, aber doch irgendwie nicht? Oder… Ein besonders starker Mensch vielleicht?“, frage ich und überlege. „Und.. Was sind das für ‚Geschenke‘ von Euren Göttern?“

Der König lacht schon wieder.
„Ich sagte es euch doch gerade eben. Ich bin ein Mensch, aber auch die Krone der Schöpfung. Vollkommenheit ist für mich Normalität. Wenn ihr wollt nennt es ‚einen besonders starken Menschen‘. Es trifft aber eher ‚der Stärkste‘ zu. Die Götter haben mich mannigfaltig gesegnet. Jeder der vier hat sein Auge auf mich gerichtet…. Wer kann es ihnen auch verübeln, ich muss sie beeindruckt haben. Die Geschenke umfassen, dass mein Körper nur Momente braucht um Verletzungen – sollte ich mal welche bekommen – in wenigen Momenten zu schließen.“, erklärt er mir.
Meint er das ernst? Stimmt das, was er sagt?

Auf einmal bewegt sich der Tisch… Nein, er schwebt?
Ich schaue genauer hin. Nein… Er hebt ihn tatsächlich! Aber der Tisch ist doch verdammt schwer?!
„Meine Kraft sucht Seinesgleichen, meine Sinne sind geschärft und denen eines gewöhnlichen Menschen weit voraus. Magie durchströmt mich fast mehr als Blut und es fällt mir schwer, mich zurückzuhalten um sie nicht einfach aus mir platzen zu lassen.“

Ich starre ihn an und kann es gar nicht glauben.
„Also… Könnt Ihr nicht sterben?“, schließe ich darauf.
Ein Blick auf meinen Zettel verrät mir, dass ich noch gar nicht viele Fragen gestellt habe.
„Oh je, wir haben noch Fragen vor uns… Äh. Also… Wenn Ihr Eurer Persönlichkeit eine Farbe zuordnen müsstet, welche Farbe wäre das?„, stelle ich schnell die nächste Frage. So viel Zeit bleibt uns sicher nicht mehr.

Er lacht schon wieder.
„Natürlich kann ich sterben.“, widerspricht er meiner Annahme. „Wie langweilig wäre es, wenn man ewig Leben würde? Wo wäre die Ehre, zu gewinnen in der Schlacht wenn man nicht verlieren könnte. Aber es heißt nicht, dass mir viele Wesen einfallen, die mir die Stirn bieten könnten. Gerade fühle ich mich sehr rot. Das ändert sich aber.“, sagt er. „Hm. Natürlich weiß man aber erst, dass man sterben kann, wenn man es tut, oder?“, fügt er dann noch hinzu.

„Rot…“, wiederhole ich leise und schreibe das auf. „Hm. Also… Ich weiß nicht. Kann es also sein, dass wir nicht sterben… Zumindest manche von uns? Natürlich können wir es nicht wissen… Da habt Ihr recht.“
Ich seufze und schaue wieder auf den Fragenzettel.
„Hm… Gibt es einen Moment in Eurem Leben, den Ihr als ausgesprochen ‚besonders‘ bezeichnen würdet? Vielleicht besonders schön, vielleicht aber auch besonders schrecklich?„, stelle ich dann die nächste Frage.

Er legt sich etwas zurück und scheint über die Frage nachzudenken.
„Jeder meiner Momente muss einem normalen Menschen als etwas Besonderes vorkommen, aber für mich..? Hmm, ich würde sagen den ersten Krieg, den ich ausgerufen habe und den Moment mit meinen Untertanen in freudiger Erwartung der ersten Schlacht Seite an Seite zu stehen würde ich besonders nennen.“, antwortet er mir.
Interessante Wahl.

„Oh… Ein König, der mit seinen Untertanen kämpft?“, frage ich. „Das ist selten.“
Wirklich beeindruckend, wie ich finde. Das habe ich auch noch nie zuvor gehört.
„Hm… Kommen wir zur nächsten Frage. Gibt es einen Ort, den Ihr nicht mögt und den Ihr nicht noch einmal besuchen wollen würdet?„, stelle ich dann die nächste Frage.

Der König scheint recht lange zu überlegen.
„Hm, also das ist schwer. Ich mag Orte nicht, die gegen meine Prinzipien verstoßen. Ich war schon an Orten, wo Sklaven sich nicht aussuchen konnten, Sklaven zu sein, sondern andere das bestimmt haben. Auch jeder Ort oder jede Person, die gewisse Rassen oder Gruppen zu etwas verurteilt, ohne die Person zu kennen ist mir zuwider und ich rate diesen Völkern, zu den Waffen zu greifen und isch zu befreien. Jeder, der meine Hilfe dabei haben will soll sich gerne melden und wir kämpfen gerne mit ihnen Seite an Seite.“, antwortet er mir dann.

Wieder schaue ich ihn mit großen Augen an. Warum haben ncht mehr Personen… mehr Könige eine solche Einstellung?
„Ihr habt eine wirklich… Beeindruckende Einstellung…“, erwidere ich und lächle ihn an. „Das ist wirklich ungewöhnlich!“
Ich nicke und suche mir die nächste Frage heraus.
„Hm… Gibt oder gab es mal ein Vorbild für Euch, nach dem Ihr Euch richtet oder gerichtet habt und zu dem Ihr aufschaut?„, frage ich und schaue ihn erwartungsvoll an. Die Antwort würde ich wirklich gerne kennen.

Der Angesprochene reibt sich über die Stirn.
„So viele komplexe Fragen. Ich handle doch lieber.“, sagt er.
Die Frau neben ihm schaut ihn an und reicht ihm eine Phiole. Was da wohl drin ist?
„Hier mein König, ich glaube, ihr solltet etwas trinken. Ihr wisst sicherlich noch, was das letzte Mal passiert ist, als Euer Tatendrang zu lange unterdrückt wurde. Wir müssen immer noch den Ostflügel der Burg des Herzogs aufbauen.“, spricht sie.
„Ihr habt recht, ich mag diesen Ort und er wirkt noch viel zerbrechlicher, wäre schade wenn er komplett zerstört wird.“, antwortet der König und nimmt die Phiole. Er trinkt daraus, dann schließt er die Augen und atmet tief durch.

Irgendwas hat sich verändert. Ich schaue ihn an und irgendwie bin ich mir sicher, dass die Farbe seiner Augen anders wirkt. Dort lodert nicht mehr dieses Feuer, sondern eher etwas bläuliches… Eher, wie Wasser. Vor allem ruhiger.

Er legt seine Hände in den Schoss und spricht. Seine Stimme klingt irgendwie klarer und ruhiger.
„Eine spannende Frage, die nicht einfach zu beantworten ist. Ein Vorbild ist ja oft etwas fiktives, da meist unsere Einschätzung von Personen nicht die tatsächliche Person beschreibt. Wir selbst sehen in anderen Menschen oft mehr als sie in sich selbst. So entspringt ein Vorbild also weniger einer Person, sondern eher unseren Bild von dieser Person ergo aus uns selbst. Demnach bin ich mein eigenes Vorbild.“, lautet seine Antwort.
Ich schaue ihn verwirrt an. Was war nun schon wieder los? Wodurch kam diese Veränderung? Durch das Trinken, das die Frau ihm gegeben hat?

„Ähm.“, antworte ich eloquent auf seine Erklärung. „Das…“
Ich muss schreiben, bevor ich vergesse, was er gesagt hat.
„Das klingt sehr weise. Ist… Ist denn alles gut bei Euch?“

Er lächelt mich an. „Mir geht es gut, ich bin frei von jedem Anspruch, also auch frei von Leid. Die Zerstörung worauf meine gute Freundin anspielt ist die Tatsache, dass ich, wenn ich den 8 Monat anbete durchaus übermütig werden kann. Jede Minute, die ich in diesem Zustand verweile, werde ich tatenhungriger und meine Kraft wächst unentwegt. Das führte dazu, dass ich bei unserem Besuch eines befreundete Monarchen einen Teil der Burg zerstörte als man mich zum Duell forderte. Das Problem an wachsendem Tatendrang und vor allem Kraft ist, dass dieser Teil von mir keinerlei Beherrschung oder Zurückhaltung kennt. Ich habe gewisse Wächter in meinen Königreich, die darauf achten, dass der richtige Teil meiner Persönlichkeit zur richtigen Zeit erwacht. Momentan wäre ich zum Beispiel nur zu Beratungen im Krieg nützlich. Ich verabscheue Gewalt oder Ablenkung des Geistes.“, erklärt er mir.
Yaya schiebt sanft die Frau und die Mann an seiner Seite von sich weg, auch das Essen oder Trinken rührt er nicht mehr an.
Die Frau neben ihm wirkt beinahe enttäuscht.
„Das ist der Langweilige, aber er hat gute Ideen.“, sagt sie.

„Zerstörung wäre… schade. Es würde wohl ewig dauern, bis hier irgendwas wieder aufgebaut wird.“, sage ich und werfe einen kurzen Blick zum Wirt, der natürlich zugehört hat und sich jetzt unterm Tresen versteckt und so tut, als wäre er gar nicht da.
Wäre es wirklich schade?
Ich seufze und schüttle den Kopf.
„Ja… Schade.“
„Teil der…. Persönlichkeit?“
Ich schreibe es auf, aber kann es eigentlich gar nicht glauben. Es ist so seltsam. Wenn ich alles hinterfrage, dann sitzen wir sicher noch in vier weiteren Tagen hier. Das geht auch nicht.
„Beratungen im Krieg… Aber… Euer Leben besteht nicht nur aus Krieg, oder? Habt Ihr immer die gleichen Begleiter bei Euch? Und immer? Oder seid Ihr manchmal auch allein unterwegs?“, frage ich dann noch.

„Oh, jeder in meinen Königreich ist frei mich zu begleiten oder das zu tun, was er will. Es begleiten mich aber zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedlich viele Untertanen. Alleine bin ich dennoch öfters, besonders wenn ich in abgelegene Orte reise, die mir als Meditationsstätte dienen. Immerhin suche ich eine Möglichkeit, die Zwiegespaltenheit meines Seins dauerhaft aufzuheben. Auf dem Fest der Drachen gelang mir das mit der Hilfe des Avatars des Wandels. Aber kaum habe ich die Drachenlande verlassen, hat meine fleischliche Hülle dies nicht ausgehalten.“

Drachenlande? Fest der Drachen? Wandel?
So viele Fragen. Aber mehr interessiert mich, wie er seine Persönlichkeiten zusammenführen will. Oder wäre er dann nur eine von ihnen? Aber welche?
„Aufhalten? Aber… Wer wärt Ihr denn dann?“, frage ich und überlege.
Ich schaue wieder auf meinen Zettel. Verdammt. Es fehlen immer noch Fragen! Ich werde schon wieder rot.
„Oh je, wir haben noch ein paar Fragen. Verzeiht! Es wird bald schon dunkel… Sagt, habt Ihr eine Lieblingsgeschichte oder ein Lieblingsbuch oder etwas dergleichen?
Ich halte meine Feder bereit, um seine Antwort aufzuschreiben. Ich mag diese Frage.

Yaya überlegt und es vergeht eine Zeit bis er antwortet
„Alle Geschichten beschreiben nur die Vergangenheit. Wie die Zukunft sind sie nicht relevant, alles was wir haben ist der Moment. Die Geschichte, die ich am meisten genieße ist die des Moments, den wir gerade erleben. Es gibt aber ein paar Sagen und Geschichten, die ich im Kloster studieren konnte und die mir geholfen haben, das zu erkennen. Eine war etwas besonders. Es ging um eine Frau wie ihr es seid, die zu uns ins Kloster kam um zu erfahren, was sich im geheimen Abteil des Klosters befand. Man sagte ihr das dürfen nur Mönche des Klosters wissen. Sie bat und bettelte, aber man sagte ihr immer wieder das dürfen nur echte Mönche wissen. Sie fasste also den Entschluss auch Mönch zu werden und jeden Tag dachte sie an nichts anderes mehr. Sie hörte sogar bei ihrer täglichen Arbeit unbeschreiblich schöne Klänge aus der verschlossenen Kammer. Sie arbeitete hart, meditierte lang und nach jahrelanger Ausbildung wurde sie ein Mönch. Der Abt ging mit ihr zur Kammer und schloss die hölzerne Tür mit einem hölzernen Schlüssel auf. Dahinter war eine silberne Tür die wiederum mit einem silbernen Schlüssel geöffnet wurde. Dahinter war ein langer Gang, der zu einer goldenen Tür führte, die der Abt mit einem goldenen Schlüssel öffnete. Dann endlich öffnete sich die geheime Kammer“, erzählt er. Ich schaue ihn an. Er lehnt sich zurück. Das war doch nicht schon die ganze Geschichte?

„Und was ist dann passiert?!“, frage ich aufgeregt.
Aber ich bekomme keine Antwort. Er schaut mich lange an.
„Ah ja, was in der Kammer ist… Das darf ich Euch nicht sagen, Ihr seid kein Mönch.“
Er schmunzelt.
Ich seufze und nicke enttäuscht. Schade. Das hätte ich gerne gewusst.
„Ach so… Verstehe. Aber dann ist es ja eine offene Geschichte.“
Ich schaue auf meine Notizen. „Ja, na ja, ist ja nicht schlimm… Denke ich.“, sage ich dann noch.“

Ich schaue ihn direkt an.
„Hm… Und gibt es etwas, das euch ärgert oder wütend macht? Vielleicht etwas, das euch sogar öfter aufregt oder ärgert?„, stelle ich dann die nächste Frage.

„Die Geschichte ist nicht offen, sie ist ein Mönch-Witz, der aber viel über den Weg des Leidens aussagt. Ihr musst darüber nachdenken. In meinem Kloster habe ich gelernt, dass Antworten nie von anderen kommen, sondern nur durch sich selbst. Die Fragen können aber von anderen kommen. So hat auch diese Geschichte ein Ende. Mich ärgert nichts. Alles kommt, wie es kommen musste und alles wird so sein wie es sein wird. Es ist nur eine Aufgabe zu lernen das zu akzeptieren. Natürlich habe ich Moral und Werte, die ich verteidigen würde. Aber Emotionen wie Ärger und Wut schaden nur mir selbst.“
Die Dame neben Yaya verdreht die Augen.
“Seht ihr, er ist langweilig. Die anderen sind viel emotionaler, er ist so distanziert er macht nicht mal bei Orgien so mit.“, beschwert sie sich.

Ich schaue die Dame neben ihm an und verstehe ihr Problem nicht. Dann wende ich mich wieder an den König.
„Äh… Das ist… Eine interessante Einstellung.“, erwidere ich, kann mir aber nicht vorstellen, selbst so zu denken und zu handeln wie er. „Irgendwie habt Ihr ja recht, aber es ist so unwahrscheinlich… Ohne Emotionen.“
„Aber ich danke Euch… Die Antworten auf meine Fragen sind so anders als die meiner anderen Gäste. Das ist sehr interessant.“
Ich nicke und schaue nochmal auf den Zettel. Alle Fragen beantwortet.

Er lächelt. „Anders. Das ist das Netteste, was man bis jetzt über meine Art gesagt hat. Danke für diese Worte.“
Das verwundert mich. „Was… Was sagt man denn sonst über Euch?“, frage ich ihn.
„Hmm Verrückter, Ketzer, das absolute Böse, Verderbter oder sehr sehr oft Zombie… Natürlich nur beim ersten Treffen. Die, die mich länger kennen reden selten so.“, antwortet er.
Das klingt nicht gerade nett.
„Oh… Das… das verstehe ich nicht. Das ist ja wirklich gemein!“
Ich seufze. „Nein, also… Für mich war das Gespräch sehr interessant! Ich danke Euch dafür!“
Prüfend schaue ich nach draußen und stelle fest, dass es mittlerweile dunkel ist.
„Ich fürchte damit muss ich mich auch von Euch verabschieden… Es ist schon sehr spät.“ Einige der Gäste haben die Taverne wohl bereits vor ein paar Stunden verlassen und es wird immer leerer.

Yaya nickt zu ihr und verbeugt sich dabei tief.
Als er wieder hoch kommt leuchten seine Augen strahlend blau. Selbst die Kerzen auf dem Tisch geben kein so helles Licht ab.
„Ihr wart so nett zu mir, also lasst mich Euch noch einen Rat geben. In drei Tagen werdet Ihr jemanden auf dem Markt treffen, der Euch ein Angebot machen will. Sagt ihm einfach Ihr habt keine Zeit und Ihr müsst schnell zu Euren Bekannten zurück. Natürlich seid Ihr alleine dort, aber das weiß er nicht. Es wird sich sehr positiv für Euch auswirken, das zu tun.“
Seine Augen wirken auf einmal wieder normaler und natürlicher.
Er verbeugt sich noch einmal.
„Ich denke wir sollten dann auch gehen, würde ich sagen.“
Die Frau und der Mann an seiner Seite nicken.

„Wie lange wollt ihr denn noch bleiben, wir schließen bald.“, sagt der Wirt auf einmal. Ich drehe mich zu ihm um und nicke. Versteht er nicht, dass wir gerade gehen wollen?
Als ich wieder zurück zum Tisch schaue, ist plötzlich alles weg: Das Essen, das Trinken, die Dekoration und sogar die drei Personen…
Lediglich eine Phiole und ein Zettel sind dort geblieben.
Ich schaue mir die Phiole an. Wüstenrose etwa?

Auf dem Zettel steht „Denkt an meine Worte. In drei Tagen. Gezeichnet: Yaya“
Ich seufze, schaue mich noch einmal um… Sie sind wirklich fort.
Dann nehme ich die Phiole, den Zettel und meinen eigenen Zettel und verlasse die Taverne.
Ein sehr interessanter Mann mit sehr interessanten Ansichten… Aber trotzdem habe ich nicht alles verstanden, was er mir erzählt hat.

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