Silvester stand bevor und so hieß es für uns zum zweiten Mal: Ab auf die Silvestercon von Twilight.
Der Name der Con ist „Creatures & Puppets“… und bis zur Con wussten wir nicht, was wir uns darunter vorstellen sollten.
Beim letzten Mal hatten wir schon sehr viele interessante und emotionale Spielmomente und waren gespannt, was die Con diesmal für uns bereithalten würde.

Und was soll ich sagen… Wir wurden nicht enttäuscht!
In den drei In-Time Tagen der Con ist wirklich viel passiert und ich werde versuchen, das Ganze mal schriftlich festzuhalten…

Con-Bewertung

Gelände:5 out of 5 stars
Mitspieler:4.5 out of 5 stars
NSCs:5 out of 5 stars
Spielleitung:5 out of 5 stars
Plot:4.5 out of 5 stars
Stimmung:4.5 out of 5 stars

Gelände

Die Silvester Con „Creatures & Puppets“ fand auf Burg Bilstein in Lennestadt statt. Für mich also ein „Heimspiel“, da die Burg nur etwa 15 Kilometer von meinem Zuhause entfernt ist.

Das Con-Gelände ist ziemlich perfekt:
Es gibt einen riesigen Wald, der sich bespielen lässt.
Die Burg ist groß und bietet auch auf dem eigenen Burg-Gelände viele Möglichkeiten für Kämpfe und Plot-Inhalte.
Außerdem ist die Taverne sehr groß und bietet Platz für wirklich viele Personen, was ja beispielsweise auf der Freusburg eher schwierig ist.

Kommen wir zu dem, was die Twilight-Orga aus dem Gelände gemacht hat:

Wald

Normalerweise bespielen wir hauptsächlich den Wald und nehmen dort einiges vom Plot mit. Diesmal allerdings beschränkte sich unsere Tätigkeit im Wald auf eine Querfeldein-Wanderung von etwa drei Stunden am Morgen des zweiten Con-Tages.

Da wir die Wege genommen haben, die weit ab von der Burg liegen, haben wir so keine Plotgegenstände oder ähnliches im Wald gefunden, aber das war auch nicht das Ziel unserer Wanderung… Es war wie immer sehr schön im Wald – aber dazu später.

Was im Endeffekt also im Wald aufgebaut wurde, kann ich gar nicht beantworten, da ich davon nichts gesehen habe.

Burg

Die Silvestercon trug den Namen „Creatures & Puppets“ und bespielte damit einen „Tag der offenen Tür“ für eine Puppenwerkstatt.

Getreu diesem Setting gab es direkt auf dem Burghof (neben der Taverne) eine Bühne, das Tor zur Burg war mit einem roten Vorhang geschmückt und selbst in der Taverne hingen Marionetten-Fäden von der Decke.

Abgesehen davon war die Burg innen wie außen mit Bannern und Postern von „Creatures & Puppets“ (oder C&P) geschmückt.
Außerdem waren in den Gängen ein paar kleine Puppen oder „Portaitköpfe“ von kleinen Kindern.
Grundsätzlich gab es überall sehr viel zu sehen.

In der Burg selbst waren dann ein paar vorbereitete Räume, wie die Werkstatt, das Labor oder die Ausstellung. Mehr dazu allerdings später.

Die Gänge wurden ausschließlich mit roten Lichtern ausgeleuchtet, sodass wir vor allem nachts zwar etwas sehen konnten, aber sich trotzdem eine ziemlich gespenstische Stimmung breitmachte. Irgendwie erwartete man hinter jeder Ecke eine Gefahr – das war ziemlich gut gemacht!

Mitspieler

Ich muss ehrlich sagen, dass wir auf dieser Con vermutlich ins Gesamt vielleicht mit zehn anderen Spielern zu tun hatten… Und das ist schon sehr aufgerundet geschätzt.

Wir haben zwar viele bekannte Gesichter gesehen, aber viele waren mit anderen Charakteren unterwegs oder sogar als NSC da und so haben wir nur mit ein paar Heilern gesprochen. Dafür hatten wir sehr viel mit NSCs zu tun und in diesem Zusammenhang dann ab Tag Zwei auch mit ein paar mehr Spielern zu tun.
(Abgesehen davon haben mich einige auf das tote Kaninchen auf meiner Schulter angesprochen.)

Alles in allem waren die Gruppen natürlich wieder sehr groß und gerade bei Gruppen ist es schwierig, mit ihnen zu interagieren.
Erst am letzten Tag wurde eine große Besprechung gemacht, bei der die fehlenden Komponenten benannt und entsprechende Verantwortliche bzw Helfer dafür gesucht wurden.
Da konnten wir uns natürlich besser einbringen.

Wenn große Gruppen sich allerdings den Anteil am Plot schnappen, hat man es als kleine Gruppe natürlich sehr schwer, da noch unterzukommen.

An sich wäre die Con für uns sicherlich besser gelaufen, wenn wir mehr Leute gewesen wären, aber auch so hatten wir zumindest mit denen, die mit uns gespielt haben, sehr viel Spaß.

Außerdem gab es ja auch bei den NSCs sehr viel zu tun und ich würde sagen, dass wir vor allem dabei sehr aufgeblüht sind.

Gegen diese großen Gruppen habe ich an sich ja auch gar nichts und es ist auch nicht als Kritik gemeint, es ist nur einfach total schwierig, als einzelner bzw. kleine Gruppe zur Geltung zu kommen… Natürlich hat man innerhalb seiner großen Gruppe genügend Leute und braucht so keine Hilfe von außen (zumindest meistens nicht) und dadurch fällt meist auch gar nicht auf, dass außenrum ein paar Leute auch gerne helfen würden.

Aber gut, da kann man vermutlich nichts machen.
Wenn wir uns wirklich einbringen wollen, müssen wir eben lauter schreien.

NSCs

Der Wahnsinn!
Ein großes Lob an die NSCs! Es war großartig.

Die Rollen der NSCs waren breit gefächert: Von den Geschäftsführern von Creatures & Puppets über die Angestellten bis hin zu den Puppen-Prototypen und den Puppen, die uns nachts mehrfach zum Kreischen gebracht haben… Und nicht zu vergessen die ganzen kämpfenden Puppen.

Es war wirklich super!
Wir hatten sehr viel mit den Puppen-Prototypen zu tun und ich kann mit Worten gar nicht ausdrücken, wie toll ihr das gemacht habt!
Die Rolle hat euch wohl jeder sofort abgekauft und jede einzelne Bewegung passte einfach zu eurem Puppen-Dasein!

Großen Dank für das Spiel mit dem Ritter-Protoyp „Parcival“, es hat wirklich total viel Spaß gemacht!

Und die Szene, die ich wohl nie wieder vergessen werde, fand in der Nacht statt, in der die Puppen auf einmal auf den Gängen waren… Eine Puppe befand sich direkt vor unserer Zimmertür und ich war ganz alleine auf dem Zimmer. Ich dachte, dass wir für den Tag Ende machen wollten und habe nur auf die Rückkehr von Tahn und Marik gewartet.

Während die beiden weg waren, wunderte ich mich über seltsame klackernde Geräusche von draußen. Ich dachte erst, dass es die Wachpuppen waren, die auch schon in der Nacht davor patrouilliert haben. Ab und zu kam ein seltsames Pfeifen dazu, aber auch dabei habe ich mir nicht viel gedacht.

Als Tahn und Marik wiederkamen, sprach ich sie auf die Geräusche an… Ein Blick nach draußen.
„Da ist eine Puppe im Gang“. Ja scheiße.
Schnell den Mantel übergeworfen und ab nach draußen… Ich kann gar nicht beschreiben, wie gruselig das war. Die Gänge waren dunkel und dann – in der Nische – stand diese Puppe und bewegte nur den Kopf. Als er zum ersten Mal aus der Nische kam, schrie er auf einmal ganz hoch und laut und… Was zur Hölle?!

Auf unsere Fragen, was für eine Puppe er sei und was seine Aufgabe ist, sagte er nichts.
Ich warf einen Blick nach rechts, es waren noch weitere Puppen unterwegs, da machte er einen schnellen Schritt aus seiner Nische und ich schwöre euch, ich habe noch nie in meinem Leben so laut geschrien.
Da merkte ich, dass mich Puppen OT mehr angruseln als ich vermutet hätte… Na ja. Zu viel, als dass ich Anastasya in diesem Moment ordentlich hätte weiterspielen können. Also zurück ins Zimmer und dem Schauspiel vor der Tür weiter zuhören.

Spielleitung

Was soll ich groß sagen? Es ist wie jedes Mal hervorragende Arbeit, die jede einzelne Spielleitung leistet.
Ich bin total beeindruckt, wie professionell ihr das Ganze macht!

Die Räume, die wir uns anschauen konnten (das Labor zum Beispiel) wurden immer von mindestens einer Spielleitung überwacht, damit die Reaktionen auf eventuelle Handlungen der Spieler angemessen waren.

Die Träume in der Nacht waren total cool (und gruselig) und auch die Kämpfe wurden total professionell überwacht und somit für Sicherheit gesorgt.

Mir hat auch die SL-Ansprache total gut gefallen… Es ist wichtig, das Hobby mal aus anderen Augen zu sehen und zu wissen, wie gut wir es eigentlich haben. LARP ist eben auch ein Einfühlen in andere Personen und Charaktere und genau das wurde uns bei der SL-Ansprache nochmal klar gemacht. Vielen Dank dafür!

Und dass wir wohl das tollste Hobby haben, wissen hoffentlich alle zu schätzen! 😉

Also vielen lieben Dank an dieser Stelle an jedes Mitglied der Spielleitung fürs Ausdenken, Aufbauen, Aufpassen und Reagieren… Ihr macht das ganz großartig!!!

Plot

Ich habe lange überlegt, wie ich den Plot aufschreiben soll…
Alles, was Anastasya erlebt hat?
Das führt wahrscheinlich zu weit, wird zu lang und ich werde viele wichtige Details vergessen…
Also wird das jetzt eher ein kurzes „Drüberhuschen“ über die Stellen, die ich vom Plot mitbekommen habe.

Erster Tag

Die Anreise lief relativ unspektakulär ab, allerdings hatte Anastasya Angst vor der wilden Jagd und preschte somit voran, um nicht unnötig lange im Wald zu verweilen.

Die Burg tauchte auf und der Eingang war mit einem roten Vorhang verziert. Ein großer Mann in rot und mit Zylinder auf dem Kopf hieß uns willkommen. Wenig später stand er dann auf der Bühne und lud uns ein, uns die einzelnen Räume wie die Werkstatt und den Ausstellungsraum anzuschauen.

Bei dem Angebot fackelten wir nicht lange, immerhin wollte Tahn eine Puppe für seine Tochter kaufen und auch Marik, den wir unterwegs getroffen hatten, wollte eine Puppe für das Waisenhaus kaufen.

Aber sowohl Ausstellungsraum als auch Werkstatt waren zu voll und so konnten wir nur einen kleinen Blick auf die Puppen werfen und waren uns einig: Das sind Menschen, keine Puppen. Vielleicht nennen sie die Menschen an diesem Ort nur Puppen.
Für Tahns Tochter waren die allerdings viel zu groß.

Mister Spinster (der große Mann mit Zylinder) sagte uns, dass gleich eine Vorstellung stattfinden wird.
Seiner Aussage nach sollte es auch kleine Puppen zu kaufen geben. Das stellte Tahn und Marik zufrieden und wir schauten uns die Vorstellung an.

Mister Spinster stellte die neusten Modelle vor – Kampfpuppen, sodass keine Kriege mehr mit echten Soldaten geführt werden müssen.
Die Puppen verließen sogar die Bühne und sahen ziemlich beeindruckend aus – bis sie uns angriffen.

Sie drängten uns bis nach oben zum Burghof, Anastasya war auf einmal umzingelt und verletzt und rettete sich in die Burg.
Eine Heilerin war zufällig dort und half ihr.
Tahn und Marik hatten es auch irgendwie überlebt und alle ruhten sich noch etwas aus.

Der Kampf war bald vorbei und alle waren verwirrt, wie es dazu kommen konnte.
Vielleicht ein Fehlverhalten der Puppen?
Das Misstrauen war jedenfalls groß.

Immerhin war der Aussellungsraum jetzt leerer und so konnten wir uns die sogenannten Prototypen einmal genauer ansehen.
Wir verbrachten Zeit mit dem „Gelehrten-Prototyp“ und brachten ihm bei, was Wüste, Sand, Steine, Felsen und Berge sind. Dazu sammelte Tahn draußen ein paar Steine ein und zeigte sie ihm.
Der Prototyp lernte sehr schnell.

Irgendwann verließen wir den Ausstellungsraum wieder und sahen das Labor. Es war ziemlich voll, aber wir riskierten trotzdem einen Blick hinein.
Im Prinzip ähnelte es einem Alchemie-Labor: Ganz viele Zutaten, ein paar Geräte und so weiter.
Aber weil es zu voll war, verließen wir es bald wieder und bewegten uns in Richtung Bett.

In der Nacht träumte Anastasya von dem Zimmer, in dem sie schlief… Allerdings tauchten auf einmal zwei Prototypen auf – eine davon verwechselte sie zunächst wegen der weißen Kleidung mit Tahn.
Es stellte sich heraus, dass es die Heiler-Puppe und die Ritter-Puppe waren.

Sie warteten auf Befehle und Anastasya war sich zunächst nicht sicher, was sie nun tun sollte.
Dann begann sie, der Heilerpuppe etwas über das Reinigen von Wunden beizubringen… Bis dahin konnte die Heilerpuppe nämlich nur Wunden zu nähen.
Dem Ritter erklärte sie, dass er seinen Dolch benutzen soll, wenn er sein Schwert mal verlieren sollte. Mehr konnte sie ihm nicht erklären und dann endete der Traum.

Zweiter Tag

Geweckt wurden wir vom Lärm eines Kampfes – verdammt, den haben wir wohl verpennt.
Danach widmeten wir uns einem sehr langen „Waldspaziergang“, bei dem wir viele neue Wege entdeckten und nach etwa drei Kilometern querfeldein zurückkletterten, um irgendwie zurück zur Burg zur finden.
Es war an sich ziemlich interessant und sehr schön und es hat großen Spaß gemacht, einfach in der Rolle zu sein und durch Wälder zu klettern.

Auch, wenn wir nichts für den Plot gemacht haben, hat es sich einfach gut angefühlt, durch den Wald zu spazieren.
Unterwegs hat Anastasya dann noch ein Eichenblatt mitgenommen, um es dem Gelehrten-Prototyp zu zeigen… Denn er konnte viele Fakten über die Eiche herunterbeten und Anastasya war neugierig, ob er das Blatt der Eiche erkennen würde.

Während des Waldspaziergangs erzählte Tahn, dass auch er einen seltsamen Traum hatte… Bei dem wurde offenbar der Erschaffer und Erbauer der Puppen – Mercutio – von seiner eigenen Puppe niedergeschlagen, weil diese „selbst erschaffen“ wollte.

Als wir wieder bei der Burg waren, stellte sich heraus, dass Tahns Traum der Wahrheit entsprach und dass noch mehr Personen diesen Traum geträumt hatten.

Außerdem erfuhren wir, dass die Prototypen ihre Fähigkeiten nur ausüben können, weil sie von einem Mitarbeiter den „Funken“ bekommen haben. Das bedeutet, dass jede Puppe von jeweils einen Mitarbeiter eine Fähigkeit hat, die der jeweilige Mitarbeiter nun nicht mehr ausführen kann.

Aber es gibt wohl eine Möglichkeit, ihnen diese Fähigkeiten zurückzugeben. Im Labor befindet sich eine „Maschine“ mit Schläuchen, die genau das auch rückgängig machen kann. Allerdings war Mercutio der einzige, der sie bedienen konnte…. Und es scheint ganz so, als würde die Puppe aus Tahns Traum (genannt Deus) der Grund für all die Puppen-Angriffe sein.

Während eines Angriffs sahen wir, dass die Ritterpuppe sogar auf unserer Seite gegen die Puppen kämpfte und dabei schwer beschädigt wurde.
Als es ihm am Abend wieder besser ging, bat Anastasya Tahn darum, der Ritterpuppe kämpfen beizubringen.

Tahn brachte dem Ritter ein paar Schläge, ein paar Paraden und das Ausweichen bei. Außerdem sagten wir ihm, dass er schneller zuschlagen müsse und, dass es neben dem Schwert auch noch weitere Waffen gibt… Wuchtwaffen wie einem Hammer solle man besser ausweichen, wohingegen ein Schwert besser zu parieren ist.

Am Abend waren wir dann noch in der Taverne und spielten ein bisschen „Othila“, dann wurden wir auf einmal angegriffen und kämpften gegen eine neue Puppenarmee.
Ein Verletzter lieh zuerst Tahn und dann mir sein Schild und das Kämpfen damit hat großen Spaß gemacht, weil das Schild beinahe so groß war wie ich.
Allerdings war das Schild nach ein paar beherzten Hammerschlägen einer Ork-Puppe dann so kaputt und Anastasyas Arm beinahe gebrochen, dass es zurück in die Taverne ging. Aua.

Das war dann auch schon das Ende des zweiten Tages… Na ja. Fast. Eine wichtige Horror-„Kleinigkeit“ habe ich doch noch vergessen: Die Puppen in der Nacht.

Ich dachte, es wäre für den Tag schon gelaufen, machte mich als Anastasya bettfertig und wartete auf die Rückkehr von Marik und Tahn (die beide noch einen Traum hatten und sich so beim SL-Zimmer trafen).
Es klackerte vor der Tür und manchmal pfiff es und… Na ja… Da war eine Puppe vor unserer Tür, direkt in einer Nische.
Er hat mir einen so großen Schrecken eingejagt, dass ich mich wieder ins Zimmer verkrochen habe. Im Endeffekt ist das wahrscheinlich sehr inkonsequent von mir, aber ich hatte das Gefühl, Anastasya nicht mehr so authentisch spielen zu können. Meine OT-Angst vor Puppen und Grusel ist wohl doch krasser als vermutet… Daran werde ich wohl noch arbeiten müssen.

Jedenfalls hörten wir im Zimmer dann, wie einzelne Spielergruppen sich in unseren Gang „retteten“, weil sie vor Puppen wegrannten… Dann trafen sie auf die Puppe in unserem Gang und erschraken sich nochmal und rannten in die andere Richtung.
Es klang auf jeden Fall sehr erheiternd und wären wir eine größere Gruppe gewesen, wäre ich sicherlich auch nochmal raus gegangen… Aber so hatte ich einfach zu große Angst.

Natürlich schlief ich in dieser Nacht auch entsprechend beschissen.

Tag 3

Tag Drei, irgendwie verschliefen wir schon wieder den ersten Kampf.

Bald fand ein Treffen in der Taverne statt, um zusammenzutragen, was noch benötigt wird.
Das halte ich immer für eine sehr sinnvolle Veranstaltung, da man so schauen kann, wie man sich noch beteiligen kann.
Bisher hatten wir ja wenig mit dem Plot zu tun und ich hatte ständig das Gefühl, nicht richtig „reinzukommen“.

Beim Treffen stellte sich heraus, dass draußen unter der Brücke eine verschlossene Tür mit drei Riegeln ist, hinter der die Leute die Kraft der Puppen vermuten (also starke Energie).

Der Plan war es nun, diese Tür aufzubekommen und die Energie abzuleiten, damit Deus keine Energie mehr hat und uns nicht mehr schaden könne.
So weit, so gut.
Ein Riegel war wohl schon auf und um die anderen wurde sich gekümmert.
Was noch offen war, war unter anderem, den Prototypen eine eigene Persönlichkeit mitzugeben und ihnen so lange Dinge beizubringen, bis sie von sich aus lernen konnten.
Wenn sie dieses Stadium erreicht hätten, würden sie ihren „Funken“ an die Leute zurückgeben können.

Da wir mit dem Ritter schon trainiert hatten, hielten wir das für eine gute Aufgabe für uns.
Anastasya trug also Tahn auf, dem Ritter Tugenden beizubringen und ihm weiter das Kämpfen zu lehren.
Ein paar andere Spieler schlossen sich uns an und ins Gesamt wurde daraus wirklich tolles Spiel.
Tahn machte dann sogar ein paar „Ehrenkämpfe“ mit dem Ritter und wir beschlossen, dass er nun so weit sei.

Allerdings fanden andere Spieler, dass er eine eigene Persönlichkeit entwickeln müsse und selbst denken müsse, damit er so weit sei.
Nun gut… Also sprachen wir weiter mit ihm, brachten ihm ein paar Tugenden bei und versuchten, ihm zu erklären, dass die ritterlichen Tugenden wichtiger als Befehle seien.
Irgendwie kam das nicht wirklich bei ihm an und wir befürchteten, dass Deus ihn befehligen würde, uns zu töten… Das mussten wir ihm doch irgendwie austreiben können!

Wir verbrachten gefühlte Stunden damit, ihm von Moral und dem Ritterdasein zu erzählen, waren uns aber nicht sicher, ob es erfolgreich sein würde.
Weitere Spieler versuchten, ihm das Ganze klar zu machen und irgendwann schien unsere Arbeit Früchte zu tragen, denn der Ritter begann, zu verstehen und schien sogar selbst reflektieren zu können.

Er war bereit, dem Mitarbeiter den „Funken“ zurückzugeben und bezeichnete das sogar als Ehrentat, also als eine Erfüllung seiner Tugend.

Wir brachten ihn und den Mitarbeiter ins Labor und das Übertragen des Funken verlief problemlos.

Und dann stand schon die Endschlacht an… Was soll ich sagen? Puppen über Puppen über Puppen… Wir verteidigten (wie beinahe immer) die Burg und waren (wie beinahe immer) zu wenig Leute… Nun ja, was soll da Gutes draus werden?

Es wurden immer weniger Leute und nachher standen wir quasi nur noch zu viert im Burghof… Ich konnte zum Glück das Schild von Marik nehmen und wurde dann total verprügelt. Beide Arme… Autsch. Nun ja. Das wars dann erstmal, Anastasya rettete sich nach oben und wurde dort dann verarztet.
Dort schmiss ich dann noch einem weiteren Verwundeten (beziehungsweise der verzweifelten Partnerin des Mannes) einen Verband zu, damit sie die starke Blutung an seinem Hals stoppen konnte.

Was genau da vorne mit Deus passiert ist, kann ich also gar nicht sagen, aber soweit ich weiß wurde die Energie zu einem Baum umgeleitet, sodass Deus quasi in seine Bestandteile zerfallen ist… Der negative Aspekt: Die Prototypen funktionieren nun auch nicht mehr.

Stimmung

Es hat wie immer super viel Spaß gemacht!

Leider konnte ich krankheitsbedingt nicht allzu viel machen und habe total lange geschlafen (es ist mir immer schwer gefallen, die Kontaktlinsen einzusetzen, weil die Augen so weh getan haben), aber zum Glück gab es doch den ein oder anderen Plot-Anteil, bei dem ich behilflich sein konnte.

Die Spieler waren super drauf und die NSCs gefühlt sogar noch krasser drauf. Vielen Dank an euch, es war einfach toll!

Das Essen war lecker, das Silvester-Buffet war mal wieder ein Traum!
Und auch die Ansprache zu Silvester und das anschließende Anstoßen auf das neue Jahr war toll! Danke euch! Es ist schön, irgendwie ein kleiner Teil dieser Gemeinschaft zu sein.

Im Endeffekt muss ich sagen, dass ich in dem Setting super gerne NSC gespielt hätte… Also falls ein ähnliches Genre nochmal anstehen sollte, dann bin ich sofort als NSC dabei!!

Fazit

Die Silvestercon war sehr schön und ein toller Jahresabschluss!
Es hat sehr viel Spaß gemacht, auch, wenn ich ab und zu nicht in den Plot gefunden habe und mich an der ein oder anderen Stelle ein bisschen „nutzlos“ gefühlt habe.

Für mich persönlich lohnt es sich jedes Mal wieder, eine Twilight-Con zu besuchen und so freue ich mich auch schon auf die nächste Con in diesem Jahr.

Vielen Dank an meine Mitspieler, vielen Dank an die NSCs und vielen Dank an Orga und Spielleitung!

Ein großer Dank gilt natürlich auch den beiden Fotografen Kira Hagen und Jerome Hase („The Fool Fotografie“), die fleißig mehrere tausend Fotos von uns geschossen haben!

Hat dir der Beitrag gefallen?

Durchschnittsbewertung 5 / 5. Anzahl der Bewertungen: 3

Es hat dir gefallen?

Folg mir doch auf Social Media!

Es hat dir nicht gefallen?

Hilf mir, die Inhalte zu verbessern

Gib mir doch bitte ein Feedback.


2 Kommentare

Tamara · 12.01.2020 um 17:53

Ich wollte etwas über den Plot vervollständigen. Die Puppen haben es Tatsächlich sogar überlebt. Natürlich war am Anfang die Trauer groß und Lara und ein paar andere die sich mit den Puppen sehr stark beschäftigt haben (leider wart ihr nicht dabei) haben sich im ausstellungsraum, wo die Puppen hingebracht wurden, versammelt um ihnen ein letztes Mal die Ehre zu erweisen. Da wir nicht war haben wollten, dass es wirklich zu Ende war, beschlossen wir ein Ritual zu machen, um zu sehen ob wir wirklich nichts mehr tun konnten. Die Magie die dabei ausgesetzt wurde muss etwas in den Puppen getriggert haben, denn auf einmal standen sie auf und waren wieder lebendig. Leider mussten wir feststellen, dass sie komplett zurück gesetzt wurden, aber sie konnten wieder lernen! Natürlich war die Freunde groß und wir weinten vor Erleichterung. Die Geschichte ging danach noch weiter, denn Lara, die alleine auf die Burg gekommen war, schloss sich den Magiern an um mit den Puppen in tau in die Stadt zu reisen und vor Gericht zu klären ob es nun Puppen oder Lebewesen menschlicher Art waren. Da zwei der Puppen verkauft wurden und viele der Meinung waren, dass das nun Sklaverei wäre passierte diese Reise überhaupt. Auf den Weg in die Hauptstadt gab es einen Unfall und die Puppen „verbrannten“. In Wirklichkeit war das ein Komplott der Magier der sich Lara angeschlossen hatte, um die Puppen endgültig zu befreien. In einem fernen Land wurden ihnen dann Bürgerrechte zugesprochen und sie konnten selbst entscheiden, was sie nun mit ihrem Leben machen wollten.

Ich wollte dich das Ende unbedingt wissen lassen, da es so ein emotionaler Moment, nicht nur für Lara (meinen Charakter) sondern auch mich selbst war.

    anastasya · 12.01.2020 um 22:10

    Oh, danke dir für die Ergänzung zum Plot! Ja krass, das habe ich alles echt überhaupt nicht mitbekommen!
    Freut mich aber sehr, dass ihr mit den Puppen dann noch was machen konntet bzw. dass sie da einigermaßen heil wieder raus kamen!
    Da hat sich das ganze Spiel mit den Puppen ja gelohnt. Sehr cool!

    Das ist sicherlich auch schön für alle Charaktere, die viel mit den Puppen zu tun hatten.
    „Unser“ Ritter Parcival wurde ja an einen Mann verkauft, der auch vorher mit ihm zu tun hatte… Da hoffen wir einfach mal, dass es ihm da wo er jetzt ist auch gut geht.

    Danke dir! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.