Melekahrt… Seit ich vor zwei Jahren (Mitte März 2018) auf dem Melekahrt-TagesLARP „Zur windigen Rose“ war, bin ich total begeistert von der Geschichte rund um das Inselreich Melekahrt.
Seitdem habe ich mir vorgenommen, bei der nächsten Con auf jeden Fall mitzumachen…

Für 2019 habe ich dann die Anmeldung verpennt und war zu spät – alle Spielerplätze vergeben.
„Nicht nochmal!“, habe ich mir vorgenommen… Und 2020 die Anmeldung schon wieder verpennt.

Am 25.02. bin ich dann spontan nachts um zwei Uhr wach geworden und wusste, dass irgendwas los war. Auf Facebook hab ich dann gelesen, dass spontan zwei Plätze für Melekahrt 17 frei geworden sind… Die habe ich mir dann gekrallt!

Mit dieser Last-Minute Anmeldung haben wir es dann also doch endlich mal auf eine Melekahrt-Con geschafft.
Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen und aufhören soll, die Con zu beschreiben, aber ich werde es einfach mal versuchen.

Con-Bewertung

Gelände:4.5 out of 5 stars
Mitspieler:5 out of 5 stars
NSCs:5 out of 5 stars
Spielleitung:4.5 out of 5 stars
Plot:4 out of 5 stars
Stimmung:5 out of 5 stars

Gelände

Die Melekahrt-Convention fand auf der Burg Hessenstein in Vöhl (oberhalb der Eder) statt.
Dementsprechend war die Anreise etwas länger, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Schon auf der Fahrt wurde uns klar: Der umliegende Wald ist riesig.
Gerade für meine Waldläuferin Anastasya ist das natürlich perfekt.
Ich freute mich schon auf mehrere Stunden im Wald, querfeldein und die steilen Hänge rauf…

Melekahrt 17
Lage der Burg, umgeben von einem riesigen Waldstück

In der Burg selbst gibt es viele Gänge und Zimmer für Spieler und NSCs.
Außerdem eine Taverne, die sich direkt über dem Essens-Raum befand.

Im Burghof befinden sich mehrere Tische und Bänke, die später meist als „Heiler-Lazarett“ genutzt wurden. Außerdem gibt es eine Art überdachten Grillplatz, der zwischendurch als Arbeitsplatz des Schmieds genutzt wurde.

Melekahrt 17
Burghof, Foto von Kira Hagen

Die Zimmer waren sauber, die Betten gemütlich und das Essen lecker. Alles in allem also grundsätzlich eine sehr gute LARP-Location.

Kommen wir jetzt noch zu den Dingen, die von der Melekahrt Orga bereitgestellt, dekoriert oder modifiziert wurde… Im Endeffekt also: Was hat die Orga aus der Location gemacht?

Wald

Wie bereits erwähnt war der bespielbare Waldbereich riesig.
Es war zur Abwechslung sehr interessant, einen Wald zu bespielen, der nicht der Wald der Burg Bilstein war… Denn mittlerweile kannte ich dort beinahe jeden Zentimeter des Waldes.
So war das Erkunden eines „neuen“ Waldes diesmal total spannend für mich!

Im Wald waren im Zuge des Plots (mehr dazu später) verschiedene Schreine versteckt – vier an der Zahl.
Bei diesen Schreinen handelte es sich um „kleine Tische“, die mit Glitzer und kleinen Steinchen dekoriert wurden.

Melekahrt 17
Schrein, Foto von Kira Hagen

Die „Tischplatte“ wurde mit dem Symbol des Elements bemalt, für da wars der Schrein stand – also Feuer, Wasser, Erde oder Luft.
Auf dem Schrein selbst stand eine kleine Art „Statue“ mit vielen verschiedenen Zahnrädern – sozusagen als Artefakt.

Dann gab es im Wald noch einen Pavillon mit einem Tor, zu dem wir Spieler gehen mussten, „wenn es an der Zeit war“. Dazu später auch mehr.

Direkt vor der Burg, also am Anfang des Waldes gab es noch einen steilen Abhang, der mit diversen Grabsteinen und einem ziemlich hübschen Denkmal dekoriert wurde. Also eine Art Grabhügel, das ich fälschlicherweise zuerst für einen OT-Friedhof gehalten habe.

Melekahrt 17
Grabhügel, Foto von Kira Hagen

Ansonsten ist der Wald an sich auch wirklich wunderschön… mit einem Bachlauf, vielen verwucherten Waldstücken und steilen Abhängen… Also wirklich perfekt für Anastasya.

Burg

Auf dem Burghof gab es eine Uhr-ähnliche Anzeigetafel, die uns Spieler darauf aufmerksam gemacht hat, wann es „an der Zeit“ war, in den Wald zum Pavillon zu gehen.

Für die Kämpfe in der Dunkelheit hat die Melekahrt-Orga Baustrahler mit kleinen Schirmchen zur Verfügung gestellt… Ich weiß gar nicht, wie genau ich das erklären soll, aber es erinnert an Fotografen-Equipment.
Durch diese Schirme wurde das grelle Licht nach hinten reflektiert und so wurden wir Spieler nicht geblendet… Wie auch immer, diese Idee fand ich großartig!

Auch die Taverne in der Burg war sehr schön dekoriert. Es gab viele verschiedene Met-Sorten, Birnen-Cidre, diverses Bier und noch vieles mehr! Der Wirt war nett und auf den Tischen standen Schüsseln mit kleinen Snacks.

Über die Treppen im Burghof konnten wir zu einem weiteren, kleineren Burghof gelangen, in dem eine Maschine stand. Von dieser Maschine gingen die ganze Zeit klackernde Laute (= Zahnräder) aus. Die Atmosphäre an diesem Ort war großartig…
Rund um diese Maschine herum befanden sich Zeichnungen an den „Mauern“, die ziemlich kompliziert wirkten.

Melekahrt 17
Kristall auf der Maschine, Foto von Kira Hagen

Das einzige, was ich persönlich schade fand, war, dass ich nicht recht wusste, welche Räume ich betreten und welche Türen ich öffnen darf und welche nicht.
Aus diesem Grund habe ich mich innerhalb der Burg an einigen Stellen nicht getraut, die Türen einfach zu öffnen (beispielsweise die zum „Fledermausturm“ – oder so ähnlich).
Für solche Zwecke finde ich kleine Schilder mit „Dies ist eine Mauer“ oder „Kein Zutritt“ als OT-Information recht praktisch – immerhin möchte ich nicht irgendwelche Räume betreten, die ich nicht betreten darf.

Ansonsten war alles wirklich super dekoriert und schön gestaltet.
Ich habe sicherlich noch Sachen vergessen, aber im Großen und Ganzen möchte ich mich für die Mühen der Orga einfach bedanken… Die Atmosphäre war wirklich gut!

Mitspieler

Die Mischung aus „alten Bekannten“ und neuen Gesichtern war perfekt!
Für mich persönlich war auch die Spieleranzahl ein ganz neues Erlebnis… Es ist beeindruckend, wie viel persönlicher eine geringere Spieleranzahl ist.

Egal, wie oft Anastasya am Boden lag, immer wieder kamen Leute vorbei und haben gefragt, wie es ihr geht.

Melekahrt 17
Ohne Worte, Foto von Kira Hagen

Es wurde viel stärker aufeinander aufgepasst, obwohl man sich (zum Teil) noch gar nicht kannte… Und genau das finde ich einfach großartig!
Das hat mich sehr beeindruckt!

Und auch die Informationen wurden immer schön unter allen Mitspielern verteilt. Es war aus meiner Sicht ein richtig tolles Miteinander mit gegenseitiger Rücksichtnahme… Kein Konkurrenzkampf. Und genau das ist wirklich schön!

Abgesehen davon fand ich es total toll, endlich mal ein paar der Leute aus meinem Kaffeetisch-Projekt kennenzulernen! Zwar war ich mit Anastasya da, die euch ja nicht kennt, aber es war trotzdem schön, euch alle mal „live und in Farbe“ zu sehen!

Ich danke allen Mitspielern… Ihr habt diese Con zu einem wirklich tollen Erlebnis für mich gemacht! Das Spiel mit euch war unbeschreiblich!

Besonderer Dank

An dieser Stelle widme ich meinen besonderen Dank den folgenden Mitspielern:

Keks und Thomar

Vielen Dank für die unzähligen Rettungen vor dem Tod – sowohl aus Anastasyas, als auch aus Tahns Sicht.
Ohne euch wären wir sicher schon fünfmal gestorben… wenn nicht sogar öfter.

Euer Heilerspiel war großartig und hat total viel Spaß gemacht!

Die Schwingen der Hoffnung

Arilion, Naaya, Einarr und Alyssia waren da und haben sich oft um uns und unsere Verletzungen gekümmert… Vielen Dank fürs „aus dem Schlachtfeld ziehen“, fürs Mitkämpfen und fürs Amulette besorgen.
Wahrscheinlich wären wir auch ohne euch sehr schnell draufgegangen.
Danke für das schöne Spiel!

Die junge Bogenschützin

Ich kenne leider weder deinen OT-, noch deinen IT-Namen, aber du hast Anastasya direkt am ersten Abend das Leben leichter gemacht durch die „Kräuter“, die du ihr gegeben hast.

Auch im weiteren Verlauf der Con hast du uns oft geholfen und ich hab gehofft, mich zu revanchieren als du von dem Dämmerungsalb gejagt wurdest… Hoffentlich hat das einigermaßen gut funktioniert (auch, wenn Anastasya dadurch ein bisschen zusammengeschlagen wurde).

Lorenzo

Die Tour durch den Wald hat mit dir wirklich großen Spaß gemacht. Natürlich haben wir den einen Schrein voll professionell gefunden und sind überhaupt nicht durch Zufall drüber gestolpert.

Zum Glück haben wir es dann noch zurück zur Burg geschafft, aber die Suche nach dem Wasserschrein wurde uns ja leider durch die Dämmerungsalben mit ihrem Gefangenen verwehrt.
Es war trotzdem ziemlich witzig, danke für das Spiel!

Der Wasserelementar

Ich bin mir bei dir gar nicht sicher, ob du ein Spieler oder ein NSC warst, aber auf jeden Fall hast du Tahn und Anastasya sehr oft den Arsch gerettet!
„Wasser ist Leben“ werde ich auf jeden Fall so schnell nicht vergessen.
Vielen Dank!

Die Barden in der Taverne

Ihr habt durch eure Musik die Atmosphäre in der Taverne perfekt gemacht.
Es war schön, euch zuzuhören und einfach nur da zu sitzen, wenn gerade sonst nichts los war (oder Anastasya sich ausruhen musste, um ihre Wunden zu heilen).
Danke für eure Musik!

Meine „Rituals-Gefährten“

Trotz großer Nervosität hat das mit dem Ritual für Sola wirklich gut geklappt, finde ich… Es war zwar alles wie immer sehr spontan, aber ihr habt gut gesprochen (und mir dadurch irgendwie Mut gemacht).
Für eine Low-Power-Magierin, die sich meistens im Hintergrund hält, ist so ein Ritual „ohne Wortsalat“ schon ne große Herausforderung.
Ich danke euch!

Tahn

Muss ich darüber große Worte verlieren?
Der manchmal etwas trottelige, Apfel-vernarrte Kreuzritter ist einfach eine Nummer für sich. Danke, dass du da warst und dich um Anastasya gekümmert hast.

Foto von Kira Hagen

NSCs

Großartig, Leute, wirklich!

Einen Teil der Dämmerungsalben-Truppe kenne ich ja schon von den beiden Tavernen „Zur windigen Rose“, bei denen ich war.
Ich wusste, dass es sich um ein eingespieltes Team handelt und… Wow, was soll ich sagen? Ihr habt das wirklich großartig gemacht!

Ich bin total begeistert von den Kämpfen, sie haben mir wirklich großen Spaß gemacht, obwohl ich vor allem Schlachtreihen Kämpfe mit Anastasya überhaupt nicht mag (mit kurzen Waffen macht das auch keinen Spaß).
Aber gerade im Wald gab es so viele Möglichkeiten, einzeln oder in Kleingruppen zu kämpfen und das war super!

Zwischendurch durfte ich mir auch einen Kampfstab ausleihen und konnte einigermaßen mit dem Speer-NSC mithalten.. Das hat Spaß gemacht!

Das „im Schlamm wälzen“ mit einem NSC war auch super – ich hoffe, das war okay für dich. Ich war nachher total dreckig, aber es hat sich sooo gelohnt!

Melekahrt 17
Beweisstück für die Schlammschlacht, Foto von Kira Hagen

Ihr habt auch super vorsichtig gekämpft, immer darauf bedacht, die am Boden liegenden nicht OT zu verletzen oder auf sie drauf zu fallen… Ich bin schwer beeindruckt von euch und bedanke mich für das tolle Spiel mit euch!

Spielleitung

Schon bei den beiden Tavernen ist mir die großartige Arbeit der Spielleitung positiv aufgefallen… Ich hab mir dahingehend auch überhaupt keine Sorgen gemacht – und wurde auch nicht enttäuscht, im Gegenteil!

Die Spielleitung war permanent über Funk miteinander verbunden, sodass jede Aktion der Spieler kommuniziert werden konnte.
Wenn wichtige Ereignisse ausgelöst wurden, gab es keine zeitlichen Verzögerungen (a la „Ich warte auf SL XY“), sondern alles konnte sofort zur Sache gehen.

Schon bei den Tavernen ist mir aufgefallen, dass die Spielleitung sehr genau darauf achtet, was die Spieler so treiben.
Ich bin auf der Con mit Anastasya neugierig den Grabhügel raufgerannt, um mir die Gräber anzuschauen und binnen weniger Augenblicke stand auch schon die SL hinter mir – nur für den Fall, dass ich etwas vorhaben könnte.
Genau sowas finde ich großartig, da wir als Spieler so zu fast keinem Zeitpunkt aus dem Spiel gerissen werden müssen…

Ich bin sehr begeistert von eurer Arbeit, ihr habt das wirklich toll gemacht! Macht bitte weiter so!
Vielen Dank für eure Mühen!! Was wäre eine Con nur ohne gute Spielleitung?

Plot

An dieser Stelle stehe ich jedes Mal vor der gleichen Frage: Versuche ich, Anastasyas Erlebnisse grob und chronologisch darzustellen oder fasse ich den Plot nur kurz zusammen?
Falls ich etwas vergesse oder einen IT-Namen falsch schreibe, verzeiht mir das bitte… Ihr könnt mich darauf auch gerne aufmerksam machen. 😉

Anreise

Soweit ich das richtig verstanden habe, kamen wir in die Burg zu den „Schwarzmagiern“ (wenn das der richtige Begriff war).
Sie waren Verbündete des Barons Norwin von Grünwasser, den Anastasya seit der zweiten Melekahrt Taverne auch persönlich kennt.
Abgesehen davon bildet die Burg auch eine gute Position gegen die Dämmerungsalben und so stand es offenbar im Sinne des Barons, diese Burg zu „besetzen“.

Auf dem Weg zur Burg wurden wir von Dämmerungsalben angegriffen und kämpften eine ganze Weile.

Halbwegs verletzt wurde Anastasya in die Burg geschleppt, in der Zone zwischen Tor und Treppen-Anfang war ein „Time-Slow“-Gebiet, also war Zeitlupe angesagt.
Als wir nach einer gefühlten Ewigkeit den Bereich überstanden hatten, ging die Zeit auf einmal normal weiter – für alle Charaktere natürlich maximal verwirrend.

Egal, erst mal galt es, die Wunden zu versorgen.
Eine gebrochene Rippe am Rücken wurde eingerenkt… Eine Magierin sollte dafür sorgen, dass der Bruch schneller heilt.
Doch… Nach dem Zauber geschah nichts.
Die Magier wurden zunehmend unruhig.
Wenig später wurde klar: Irgendwie funktioniert die Magie hier nicht.

Eine junge Bogenschützin half Anastasya mit Wunderkraut aus ihrer Heimat, das die Schmerzen lindert, einen aber verschwommen und Farben sehen lässt.
Das war Anastasya lieber als alles andere, also nahm sie dankend an.

Alyssia von den Schwingen der Hoffnung kam auf die Idee, einen Heiltrank in den Rücken zu spritzen.
Anastasya war zu dem Zeitpunkt schon berauscht und glücklich, also stimmte sie einfach zu.
Die Spritze war scheinbar riesig, aber Anastasya merkte zum Glück nichts von der Behandlung… Danach hieß es: Ausruhen. Dazu wurde sie in die Taverne gebracht.

Da es dort sonst nichts zu tun gab, kramte sie den Brief von Rashkaar heraus und versuchte, die Zeichen zu entschlüsseln… Natürlich zog das neugierige Blick auf sich. Unter anderem kam der Magier Isaac Feuermähne zu ihr und fragte sie nach dem Zettel.
Auch der altbekannte Heiler Thomar kam dazu und sie sprachen eine Weile miteinander.

Melekahrt 17
In der Taverne, Foto von Kira Hagen

Als sich Anastasya wieder etwas erholt hatte, ging es mit Tahn nach draußen. Es war schon sehr dunkel und wir entschieden, uns mal die Umgebung (innerhalb der Burg) anzuschauen.
Die Dämmerungsalben kamen nicht hinein (uns war noch nicht ganz klar, warum), aber wir wollten nicht riskieren, nach draußen zu gehen… Vor allem nicht im Dunkeln.

Über die Treppen draußen gelangten wir zu einem zweiten Burghof. Dort war ein weiterer Raum, umgeben von „Mauern“. Darin stand eine Maschine, die kontinuierlich ratterte… Zahnräder waren erkennbar und einzelne Kristalle in der Maschine.
Außenrum ganz viele Zeichnungen von der Maschine.
Doch das Berühren war verboten (weil es eventuell dazu führt, dass die Maschine in die Luft fliegt) und da Anastasya Angst um Tahn hatte, verließen die beiden den Ort schnell wieder.

Noch ein bisschen Taverne und einige Leute hatten herausgefunden, dass die Maschine für dieses „Time-Slow“-Feld verantwortlich ist, aber uns gleichzeitig vor den Dämmerungsalben schützt… Also auf keinen Fall kaputt machen.

Das erste Amulett

Am nächsten Morgen ging es zum Essen. Dort wurden die Informationen nochmal für alle zusammengetragen. Demnach gab es nun auch Amulette, die uns vor der schwindenden Kraft der Maschine (oder einer Rückkopplung) schützen sollte. Fest stand: Wer das Amulett nicht habe, dem würde es schlecht gehen.

Es ging nach draußen und dort sahen wir einen Uhr-ähnlichen Anzeiger an der Burgmauer. Die Farbe stand auf „Blau“, doch es gab noch drei weitere Farben (Grün, Gelb und… Rot? Bei der letzten bin ich nicht ganz sicher).

Würde der Anzeiger von Blau auf Grün springen, stand uns eine Aufgabe im Wald bevor, um das nächste Amulett zu erwerben… Sonst würde es uns bald sehr schlecht gehen.

Natürlich verpassten Tahn und ich die Magier mit den Amuletten und so hatten wir keine… Dank den Schwingen der Hoffnung, die uns ihre Amulette abgaben und sich selbst neue holten, ging es uns aber glücklicherweise nicht schlecht.

Es kam immer mal wieder zu Kämpfen, weil die Dämmerung direkt vor unserem Tor stand.
Ich kann gar nicht genau sagen, was dann noch alles war, jedenfalls ging es für uns dann los in den Wald – das Amulett musste gewechselt werden.

Melekahrt 17
Foto von Kira Hagen

Dort kämpften wir wieder recht viel und wurden oft verletzt, doch wir schafften es zu dem Punkt im Wald, an dem die Magierin die neuen Amulette bereitstellen konnte.
In der Zwischenzeit hieß es, dass im Wald vier Schreine versteckt seien, die wir auf jeden Fall finden müssen.
Irgendwas von der Maschine musste wieder in den Wald und etwas vom Wald musste in die Maschine – oder so ähnlich… Und zu allem Überfluss musste das Ganze ziemlich zügig zusammen geschehen, da die Maschine sonst instabil werden würde… Und uns dann gegebenenfalls um die Ohren fliegt. Nicht besonders schön.

Also nahmen wir uns vor, erstmal alle Schreine zu finden.
Den ersten hatten wir bereits in der Nähe der Burg gefunden. Blieben noch drei.

Etwas im Wald suchen ist die perfekte Aufgabe für Anastasya, also lief sie los und fand bald tatsächlich den nächsten Schrein – direkt unter deinem toten, dicken Baum.
Ein paar Andere kamen dazu und merkten sich den Punkt. Dann ging es wieder zurück zu dem Ort, an dem die Magierin noch immer beschäftigt war.

Ein paar Kämpfe und Verletzungen später ging es los – jeder durfte sich vor das Tor stellen. Beim Durchtreten solle man mit sich selbst im Reinen sein und seinen Namen nennen.
Gesagt, getan. Zur Belohnung gab es das nächste Amulett – ein Grünes.

Der nächste Schrein

Eine Aufgabe stand zwischen den ganzen Kämpfen aber trotzdem an: Schreine finden… Und zwar schnell.

Anastasya meldete sich bei Tahn ab und lief Richtung Wald.
Lorenzo – der schon vorher beim Schrein-Suchen mitgeholfen hatte, folgte ihr und sie gingen auf die Suche.
Nach einigen steilen Gelände-Meisterungen fanden wir tatsächlich völlig zufällig einen Schrein – eigentlich wollten wir schon zurück zur Burg, hatten uns aber querfeldein einen Weg gebahnt, anstatt die richtigen Wege zu nutzen.
Der Schrein war da… Und auch ein lautes Geräusch von einem Tier… Da war doch tatsächlich ein Wildschwein!
Also schnell den Ort des Schreins gemerkt und auf den Weg zurück… Dann zurück zur Burg gelaufen.
Fehlte also nur noch ein Schrein.

Der fehlende Wasser-Schrein

Zurück bei der Burg erklärten wir ein paar Leuten, dass wir den Schrein gefunden hatten und uns nun auf den Weg zum Wasser-Schrein machen würden.
Auf einmal stolperte Tahn aus einem Gebüsch… Er hat doch tatsächlich Anastasya gesucht!
Nach einem kurzen Gespräch war klar, dass Tahn nun mit auf die Suche gehen würde.
Allerdings kamen wir nicht weit, denn auf dem Weg kamen uns zwei Dämmerungsalben entgegen… Mit einem Gefangenen.

Der Gefangene schaffte es, sich zu befreien und wir rannten los, um ihn zu beschützen.
Die Angreifer schafften es, uns niederzuschlagen, aber wir besiegten auch sie… Dann kam auf einmal von der anderen Seite ein großer Dämmerungsalb mit riesigem Hammer… Das Chaos war perfekt und wir waren ziemlich am Arsch.

Leider kam uns so schnell keiner zur Hilfe, Tahn lag bereits am Boden und Enzo und ich entschieden, schnell durch das Gebüsch abzuhauen, damit wir Hilfe holen konnten.
Ein Dämmerungsalb mit Speer fing uns ab – zum Glück hatte ich mir von der Magierin den Kampfstab geliehen und war so einigermaßen gut gerüstet gegen ihn.
Wir kämpften und besiegten ihn, holten dann Hilfe für die, die unten verblieben waren.
Also doch keine Suche nach dem Wasserschrein.

Die Wunden waren irgendwann endlich versorgt und jetzt kümmerten sich andere um den Wasserschrein.

Doch das nächste Amulett musste geholt werden, denn der Anzeiger war wieder weiter gesprungen.

Das gelbe Amulett

Einige Kämpfe später waren wir wieder im Wald.
Dort stand nun folgender Plan an: Die ersten Zahnräder sollten geholt und ausgetauscht werden. Nebenbei würde die Magierin die nächsten Amulette vorbereiten…
Für die Zahnräder wurden ein paar „Läufer“ herausgesucht, die so schnell wie möglich vom Wald zur Burg und von der Burg wieder zurück zum Wald laufen sollten.

Der Läufer war unterwegs. Die Amulette waren auch langsam bereit.
Jetzt bestand die Aufgabe darin, der Magierin wahre Freude zu zeigen.
Anastasya entschied sich für die Freude, die sie empfand, wenn sie ihre Mutter Torvi in Falkenhain wiedersah.
Dazu stellte sie sich die Magierin als Torvi vor und umarmte sie und freute sich – Aufgabe gelöst, dafür gab es das gelbe Amulett.

Tahn entschied sich für die Freude, die er empfand, wenn er einen Apfel aß. Dazu zeigte er der Frau, wie es aussah, wenn er einen Apfel aß (es war ein Bild für die Götter ;D ).

Der Läufer und die Kämpfe

Dann kam bald auch schon der Läufer, doch in der Nähe waren noch immer Dämmerungsalben.
Um ihn zu schützen, sprintete ich hinterher und lief mit ihm in den Wald. Dort warteten die Alben bereits.
Wir beeilten uns, um zu dem Schrein zu kommen.
Die Magierin dort erzeugte einen Schutzkreis und wies uns an, schnell weg zu laufen, um vor den Dämmerungsalben zu fliehen.
Gesagt, getan, ich rannte um mein Leben und schaffte es rechtzeitig – trotzdem wurde überall gekämpft.

Um Tahn zu schützen warf ich mich den Gegnern entgegen und wurde selbst verletzt, dafür konnte Tahn durch den Wald abhauen.
Wir schafften es irgendwie und kamen auch irgendwann bei der Burg an. Jetzt galt es, wieder ein paar Heiler zu finden. Zum Glück half Keks uns wieder einmal.

Melekahrt 17
Foto von Kira Hagen

Viel später stellen wir fest, dass Tahn kein Amulett mehr trug… Offenbar hatten die Alben es ihm weg genommen.
Damit er sich nicht so schlecht fühlte, verließen wir das Burggelände – dort ging es ihm schon viel besser… Allerdings kämpften sie dort.
Anastasya wurde verletzt und schleppte sich in Sicherheit, Tahn kämpfte draußen weiter.

Der Wasserelementar half uns zum wiederholten Male und heilte unsere Wunden.

Der weitere Verlauf

Bevor die Maschine abgeschaltet werden konnte, folgten wieder einige Kämpfe. Tahn und Anastasya schlichen sich allerdings an den Alben vorbei hinab zum Fluss… Denn Tahn ging es in der Burg schlecht und dem mussten die beiden entgehen.

Die Läufer holten in der Zwischenzeit alle Bestandteile der Maschine und schafften es so, die Maschine auszuschalten… Allerdings war nun auch der Schutz gegen die Dämmerung fort…

Ein paar Spieler hatten ein paar Schriftstücke übersetzt und verkündeten nun das weitere Vorgehen: Ein Ritual – oder besser drei – musste vollzogen werden, um den Champion der Dämmerungsalben auszuschalten (er hatte uns Spieler im Vorhinein des Öfteren „eingefroren“ oder mit Furcht belegt und war so für uns „unangreifbar“ gewesen. Außerdem belebte er ständig die Dämmerungsalben wieder).

Da ich mit Anastasya eher schlecht an Schlachtreihen-Kämpfen teilnehmen kann, entschied ich mich, beim Ritual mitzuwirken.

Das Ritual

Wir teilten uns in drei Gruppen auf:
1. Sola,
2. Madum,
3. Sammeln der Kräfte von 1 und 2

Ich schloss mich der Gruppe von Sola an, die für die Sonne und das Licht, also das Gute steht.
Wir teilten uns innerhalb dieser Gruppe nach den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft auf und bestimmten einen zusätzlichen Ritual-Leiter.
Ich nahm das Element Wasser, da ich mit Anastasya die besten Erfahrungen mit diesem Element gemacht habe. Außerdem gab es drei verschiedene Runen für Wasser – Isa (Eis), Laguz (Fluss) und Hagalaz (Hagel). Diese wollte ich für das Ritual nutze.

Wir bereiteten uns vor. Die anderen vier Teilnehmer des Rituals bevorzugten „keinen Wortsalat“, sondern, dass nacheinander ritualisiert wurde… Ich wurde sofort nervös, denn das war für mich das erste Mal „ohne Wortsalat“.
Oh je… Ich habe ja mit Anastasya keinen vorgeschriebenen Text, sondern situationsbedingte Gebete…
Aber jetzt war es zu spät für einen Rückzieher… Und ich schaffte es irgendwie, ohne große Verhaspler zu „ritualisieren“. Ein gutes Gefühl.
Wir gaben dem Zwerg die ganze Kraft und er führte sie zum „dritten“ Ritual.

Melekahrt 17
Foto von Kira Hagen

Scheinbar haben alle gute Arbeit geleistet, denn wir schaften es, den Champion zu Fall zu bringen.
Die übrigen Dämmerungsalben flohen.
Ein Sieg?!
Aber… Wo ist Tahn?

Als selbst Einarr nach ihm fragte, wusste ich, dass ich mir Sorgen machen musste.
Und dann fand ich ihn auf der Treppe… Es schien ihm gar nicht gut zu gehen, aber Keks und Thomar kümmerten sich schon um ihn.
Einarr gab ihm noch etwas seiner Kraft und so kam er bald endlich wieder zu sich… Er hatte also überlebt und Anastasya war sehr erleichtert darüber.

Wir feierten den Sieg in der Taverne mit Würfelspielen. Zuerst „Kutsche Pferd“ (42), danach ein neues Spiel namens Rübensaufen.
So endete die Con für uns und unsere Charaktere.

Stimmung

Es war einfach großartig!
Die Stimmung war total toll, wir hatten gutes Wetter, großartige Mitspieler, einen schönen Plot, ausgezeichnete NSCs und eine wunderbare Spielleitung… Was will man mehr?

Ich bin total froh, noch bei der Con dabei gewesen zu sein! Es hat sich auf jeden Fall gelohnt – in jeder Hinsicht!
Ich durfte viele nette Leute kennen lernen und freue mich schon auf das nächste Mal!

Was soll ich noch sagen? Vielen Dank für alles!

Fazit

Melekahrt 17 war einfach großartig!

Jetzt habe ich schon an die 4000 Wörter geschrieben und noch immer das Gefühl, noch lange nicht alles geschrieben zu haben…
Das spricht ja nur für die Con!

Ein riesengroßes Dankeschön geht an dieser Stelle auch an Kira Hagen, die uns Spieler und NSCs auf der Con begleitet hat, um unzählige Fotos zu machen.

Ihr könnt euch ja bei ihr bedanken und ihr auf Ko-Fi eine kleine „Spende“ als Dankeschön da lassen.

Wie bereits oben ausführlich erwähnt… Vielen Dank an alle… Für alles!

Hat dir der Beitrag gefallen?

Durchschnittsbewertung 5 / 5. Anzahl der Bewertungen: 6

Es hat dir gefallen?

Folg mir doch auf Social Media!

Es hat dir nicht gefallen?

Hilf mir, die Inhalte zu verbessern

Gib mir doch bitte ein Feedback.

Kategorien: Con-Reviews

1 Kommentar

Lorenzo · 24.03.2020 um 12:11

Danke für den fantastischen Spielbericht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.