Auf meinen Reisen werde ich manchmal gefragt, wie und warum ich von Zuhause fortgegangen bin.
Manchmal stelle ich mir diese Frage auch. Dabei erinnere ich mich sogar ziemlich gut an meinen ersten Auftrag.

Zuhause in Falkenhain war es zwar immer schön, aber ich wusste, dass ich nicht ewig dort wohnen würde.
Für meine Jagd gab es zu wenig Tiere und für das Holzfällen fehlte mir auf Dauer die Geduld. Ich wollte etwas anderes.

Bärenfels – die Stadt direkt unter Falkenhain – kannte ich bereits und irgendwie trieb es mich immer häufiger dorthin. Auch Bärenfels hatte seine Schattenseiten… Und zwar sehr viele davon, aber ich wollte mehr Vielfalt sehen. Dafür war Bärenfels ein guter Anfang.

Leider kostete das Überqueren der Grenzen von Falkenhain nach Bärenfels und zurück jedes Mal einige Kupfermünzen und irgendwann wollten auch meine Eltern die ewigen Reisen nicht mehr bezahlen. Ich musste also selbst Geld verdienen.

Meine Brüder, die selbst auch in Bärenfels wohnen, erzählten mir von einem schwarzen Brett in der Taverne in Bärenfels. Dort sollte es verschiedene Aufträge geben für deren Erfüllung man bezahlt wurde. Das klang für mich nach einer sehr guten Idee und so beschloss ich, mir dieses schwarze Brett einmal genauer ansehen.

Die Taverne war ziemlich dunkel und ich weiß noch, dass ich mich sehr anstrengen musste, um die einzelnen Zettel auf diesem schwarzen Brett lesen zu können.
Auf jeden Fall fand ich dort einen Auftrag, der mir gefiel. Ich sollte für Jemanden ein paar Pflanzen sammeln, die außerhalb der Stadtmauern von Bärenfels wuchsen.

Gesagt, getan. Ich lief los, suchte die Pflanzen und konnte währenddessen sogar ein paar Kaninchen finden und jagen. Auch ein paar Schneefüchse liefen herum… Es war ein wirklich großartiges Jagdgebiet und ich freute mich sehr.

Auf dem Weg zurück war ich froh, zahlte noch einmal für den Weg durch das Tor nach Bärenfels und übergab dann die gewünschten Pflanzen an eine junge Frau. Sie war sehr glücklich und belohnte mich mit den Münzen, die ich so sehr brauchte.

So fing es an… Die Aufträge wurden immer größer, schwieriger und manchmal auch gefährlicher. Manchmal erledigten wir die Aufträge auch zu mehreren Personen… Ich lernte andere Menschen kennen und konnte so auch Stück für Stück mehr von der Welt sehen.

Und auch bis heute denke ich ganz gerne an die Zeit zurück, auch wenn nicht jeder Auftrag schön war. So kam ich von dem kleinen Dörfchen in Falkenhain bis weit hinaus an die entferntesten Orte…

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